Pastorale Strategien
Beitrag vom 30. Mai 2026
Gedanken von Peter Wittkampf
„Der Glaube versetzt Berge“, sagt man.
Auch die Anden?
Ja, auch die Anden!
Der Glaube des Friedrich Kaiser und „seiner“ Gemeinschaft der Missionsschwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland (MJVV) hat die Anden versetzt!
Der Glaube hat sie in einen anderen, einen neuen Zustand versetzt!
Der Glaube – in Verbindung mit Gottvertrauen – hat dies geschafft – und schafft es weiterhin. Im Vorwort seines Buches „Der Ruf aus den Anden“ bezeichnete Bischof Friedrich Kaiser die Anden u. a. als „religiöses Niemandsland“. Doch so, wie sie zunächst noch waren, sind sie nicht mehr! Sie sind in einem anderen Zustand!
Der Glaube war und ist es, der Berge versetzt. Auch die Anden!
Der Glaube! Nicht die Diskussionen um Strukturreformen, nicht die Vielzahl an Räten und Gremien, nicht das Gerangel um Ämter, Kompetenzen und Zuständigkeiten, nicht das Schielen auf den Beifall der Öffentlichkeit!
Aus der „Ars poetica“ des römischen Dichters Horaz (65 – 8 v. Chr.) stammt das berühmte Wort „Parturient montes, nascetur ridiculus mus“ – „Der Berg kreißte und gebar eine Maus.“ Das meint man, wenn ein riesiger Aufwand betrieben wird, am Ende aber nur ein winziges, enttäuschendes Ergebnis herauskommt.
Quasi das Gegenteil von dem, was die MJVV-Schwestern im Geiste von Bischof Friedrich Kaiser unternehmen.
Am Donnerstag, 28. Mai 2026, hat Papst Leo XIV., selbst ein erfahrener Missionar, eine Audienz gegeben für Mitarbeiter des Dikasteriums für Evangelisierung. Eine Passage seiner Ansprache lautet:
„Die Evangelisierung gründet weder auf der Effizienz von Strukturen noch auf gesellschaftlichem Ansehen, ja nicht einmal auf jenem öffentlichen Zuspruch, der sich womöglich zu einem bestimmten Zeitpunkt gewinnen lässt. Entscheidend bleibt vielmehr, sein Vertrauen in die Führung des Heiligen Geistes zu setzen und jenen Wegen zu folgen, die Er weist…“
Dem ist nichts hinzuzufügen!
Zum Autor: Siehe den Beitrag vom 4. Januar >>>
