Primiz

Donnerstag, 15. August 2019 

Kaiser 15Am 15. August 1932  feierte Friedrich Kaiser seine erste heilige Messe (lateinisch „prima missa“ / Primiz) in St. Viktor. Die „Heimatprimiz“ eines Neupriesters ist traditionell ein großes Ereignis für die Gläubigen, wie auch die Dülmener Zeitung in ihrem Bericht betonte: „Die Pfarrgemeinde Dülmen hat durch die überaus große und rege Teilnahme sich selbst geehrt. Herrlich war die ganze Feier. Vom Turm der Kirche wehten die Fahnen. Die Nachbarhäuser der Wohnung des Neupriesters hatten festlichen Schmuck angelegt. Das Straßenbild bekam ein gar prächtiges Aussehen durch die Anbringung schöner Triumph- und Ehrenbogen aus Tannengrün. Auch die Anwohner der Münsterstraße, des Bült und Kirchplatzes, durch welche der Pater morgens von der Dechanei aus zur Kirche geleitet und nach dem Festhochamt zurückgebracht wurde, hatten ihre Häuser beflaggt. Eine große Zahl Gläubiger bildete in den Straßen Spalier.“

Das Foto zeigt Friedrich Kaiser am 15. August 1932 vor seinem Elternhaus (heute ungefähr Tiberstraße 48). Damals hieß der Abschnitt noch „Markusstraße“. Die Mutter von Hildegard Alfs war als Nachbarin – damals noch als Maria Luttermann – bei den Vorbereitungen der Primizfeier und beim Schmücken des Hauseingangs beteiligt. „Diesem Hause ist heute Heil wiederfahren“ – so liest man auf dem Schild im geschmückten Torbogen.

 

Ruf aus den Anden

Hier also war ich bei den Verlassensten. Ihr Ruf um Hilfe verhallte nicht. Vielmehr wurde er jetzt immer häufiger, wurde eindringlicher denn je.