2020
IMit Bischof Kaiser den Glauben erkunden
Seelsorgeteam von St. Viktor betrachtet die Sakramente
„Sieben Ströme. Ein Quell“ – so lautet der Titel eines Buches, das zu einer Betrachtung der Sakramente der katholischen Kirche einlädt. „Dies geschieht anhand von Texten und Erfahrungen des Dülmener Peru-Missionars Friedrich Kaiser“, erläutert Markus Trautmann, Pfarrer der Dülmener Viktor-Gemeinde und Herausgeber. Nach einer theologischen Hinführung kreisen die nachfolgenden Kapitel um die Sakramente der Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, Weihe und Ehe.
Friedrich Kaiser (1903-1993) ging 1939 nach Südamerika und wirkte ab 1957 in den Hochanden, wo er eine eigene Schwesterngemeinschaft gründete. Im Augenblick wird in Rom seine Seligsprechung vorbereitet. „Wir haben neben interessanten Texten auch über 200 spannende Fotos rund um Kaisers Leben aufgetrieben, historische aus Dülmen wie auch aus seinem späteren Wirken“, berichtet Trautmann. Gelayoutet wurde das farbenfrohe und kurzweilige Werk von Christiane Daldrup. Gerade vor dem besonderen Corona-Jahr 2020 könne das Buch mithelfen, das Herz zu weiten, heißt es im diesjährigen Weihnachtsgruß: „Vom momentanen Hier und Jetzt soll eine dreifache Perspektive ausgehen: zunächst auf die Kraft und die Schönheit der christlichen Botschaft, anhand einer Betrachtung der sieben Sakramente; dann auf die Geschichte der Kirche und das Erbe der Vergangenheit, anhand der Lebensgeschichte von Bischof Friedrich Kaiser; schließlich auf die Weltweite der heutigen Christenheit, anhand des segensreichen Wirkens der peruanischen Seelsorgeschwestern von Caraveli.“ Besonders reizvoll: Das gesamte mit der Pfarrseelsorge von St. Viktor befasste Pastoralteam hat je einen eigenen Beitrag zu einem der sieben Sakramente beigesteuert. „Es sind eindrucksvolle und persönliche Texte, die das Wirken Bischof Kaisers mit unserer Realität in der Gegenwart unserer Gemeinden verknüpfen.“
Das Buch (ISBN 978-3-00-066819-7) ist nicht im Buchhandel zu kaufen, sondern im Pfarrbüro im Dülmener „einsA“ (Bült 1, 48249 Dülmen) gegen eine Spende zugunsten der Seelsorgeschwestern von Caraveli erhältlich.
Liebe Wohltäter und Freunde!
Der gütiger Gott möge Sie alle gesund erhalten. trotz der schwierige politische Situation in Peru, sind wir alle gesund. Wir bitten um Ihr Gebet damit alles besser wird.
Unsere Missionarinnen, die aufgrund der Pandemie die Protokolle einhalten, helfen weiterhin den ihnen anvertrauten Armen. Mit Ihrer großherzigen Spende konnten wir Medikamente, Reinigungsmittel und Lebensmittel für Bedürftige kaufen. Sie haben auch Masken genäht. Alle diese Hilfsmittel wurden in Säcken verteilt, um sie an Familien zu verteilen. Sie gehen in die entlegensten Dörfer. Sie besuchen ältere Menschen, Kranke, bringen ihnen die heilige Kommunion und geben ihnen ihr Hilfspaket. Sie sammeln die Kinder auf dem Feld und weisen sie an, die Sauberkeit ihrer Person zu beachten. Sie weisen Erwachsene in Reinigung, Fütterung usw. an. Damit sie vorsichtig sind und eine Ansteckung vermeiden.
Es ist schade, dass die Liturgie des Wort Gottes noch nicht gefeiert werden kann, aber mit dem Lautsprecher bringen sie das Wort Gottes dazu, Familien zu erreichen. Christus wird weiterhin angekündigt. In dieser Adventszeit schaffen sie es, die guten Nachrichten auf andere Weise nach Hause zu bringen. Die pastorale Arbeit ist viel, da man keine Versammlungen abhalten kann. Möge Gott der Vater uns helfen, uns würdig auf die Ankunft seines Sohnes, unseres Erlösers, vorzubereiten.
Wir sind sehr dankbar für die großartige Unterstützung, die uns unsere Wohltäter in Deutschland gerne überweisen, weil wir sie zu diesem Zeitpunkt brauchen.
Möge das für unser Wohl geborenes Kind von Bethlehem allen unseren Wohltätern einen hoffnungsvollen Advent gewähren und möge Er ihre guten Werke in reichliche Gnaden verwandeln. Vor der Krippe werden wir Sie mit unseren Gebeten an Sie denken. Möge Jesus in jedem Ihrer Herzen geboren werden.
Mit tiefer Wertschätzung und Dankbarkeit:
Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland.
Das Video haben die Schwestern am Ende Oktober und am 1. November gemacht. Sie feiern mit den Kinder Allerheiligen anstatt Halloween
Die Kinder wählten, welche Heiligen sie vertreten wollen. Es war eine große Vorbereitung. Die Kinder sollten die Botschaft der Heiligen verkünden. Es wurde eine Prozession gemacht. Alle Eltern haben in der Vorbereitung geholfen. Schwestern haben gemeinsam mit einigen Müttern die Kleidung genäht.
So wurde das Himmelreich verkündet.
Lebendige Katechese; nicht wahr?
Welche Verbindung besteht wohl zwischen dem Vertreter der Naturheilkunde Sebastian Kneipp und dem aus Dülmen stammenden Bischof Friedrich Kaiser? Die Biographie von Sebastian Kneipp war den anwesenden Kneippmitgliedern zwar bekannt, mit Bischof Friedrich Kaiser verbanden die meisten wohl nur die Bezeichnung einer Straße in Dülmen.
In seinem Vortrag am 21. Oktober 2020 im einsA beantwortete Pfarrer Markus Trautmann diese Frage in einem anschaulich gestalteten Vortrag. Der Referent präsentierte anhand beeindruckender Bilder und mit Originalzitaten belegt, die Biographien von Sebastian Kneipp und Friedrich Kaiser. Die Verknüpfung der beiden Lebensgeschichten zeigte, wie groß die Akzeptanz der Gesundheitslehre Kneipps zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits war. Die Zuhörer erfuhren, dass Friedrich Kaiser unter gesundheitlichen Problemen litt, die seine Ausbildung zum Priester in Frage stellten und dass er sich In dieser ausweglosen Situation in die Behandlung des Arztes Dr. Bergmann in Kleve begab. Bergmann war einer der engsten Vertrauten von Sebastian Kneipp in Bad Wörishofen und behandelte Friedrich Kaiser erfolgreich mit den gewonnenen Erkenntnissen und gemachten Erfahrungen der kneippschen ganzheitlichen Gesundheitslehre.
Bericht von Christa Lambeck, Vorsitzende des Kneipp-Vereins Dülmen e.V.
Eine Begegnung beim Dülmener Bürgerfest
Seit 1990 findet am „Tag der Deutschen Einheit“ in Dülmen ein großes Bürgerfest statt, bei dem alle möglichen ehrenamtlichen Gruppierungen und bürgerschaftlichen Initiativen sich vorstellen. Auch der Dülmener Peru-Kreis ist seit etlichen Jahren dabei, stets mit zwei MJVV-Schwestern, die im Rahmen ihrer jährlichen Deutschland-Tour eigens anreisen. Seit Ende Juni steht die Entscheidung fest, dass in diesem Jahr das Dülmener Bürgerfest aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen wird. Das ist umso bedauerlicher, als hier immer gute Begegnungen stattfinden. Von einer solchen Begegnung im vergangenen Jahr erzählt der nachfolgende Text.
Kann sein, dass jemand meine Geschichte für kitschig hält; dass meine Begegnung mit einer peruanischen Ordensfrau, von der ich berichten möchte, etwas zu „glatt“ rüberkommt. Aber soll ich deshalb verschweigen oder nur im kleinen Kreis erzählen, was mir wirklich gut getan hat?
Seit einigen Wochen quälte mich immer wieder die Erkenntnis, nach fast 30 Jahren im Dienst als Pastoralreferentin in unterschiedlichen Kirchengemeinden und Pfarreien nichts Großartiges bewegt zu haben. Ich fragte mich, ob ich überhaupt mit all meinen Anstrengungen irgendetwas erreicht hatte, das in den Augen Gottes von Bedeutung sein könnte.
In der Nacht vor dem Bürgerfest am 3. Oktober 2019 wurde ich gegen 5.00 Uhr in der Nacht mit genau dieser Frage wach und fühlte mich völlig kraftlos und antriebsschwach – auch angesichts des bevorstehenden Großprojekts „Erstkommunion“, das anzustoßen war.
Wieder stellte ich mir die Frage nach meiner ganz persönlichen Berufung. Welche Bedeutung hatten all die Anstrengungen in meinem Leben? Gab es nichts Wichtigeres zu tun? Wir würden doch einmal gefragt werden: „Was hast du für den Geringsten deiner Mitmenschen getan?“ Welche Antwort könnte ich geben? Würde mein Wirken wertvoll genug sein? Reichten meine Anstrengungen, um der Frage Jesu zu genügen? Wieviel Zeit bleibt mir noch, um endlich das Richtige zu tun? Ich fand keine Antwort!
So ging ich am nächsten Tag, am 3. Oktober, zum Bürgerfest in die Stadt. Es galt, das neue Begegnungszentrum „einsA“ zu bewerben. Mein erster Weg führte mich zu den peruanischen Schwestern, die in Dülmen zu Gast waren, und die den Dülmenern auf dem Marktplatz ihre Arbeit in den Anden Perus vorstellten. Ich „kannte“ die Schwestern noch aus dem vergangenen Jahr; aber es bestand keine Vertrautheit, die hätte erklären können, warum ich Schwester Benilde unmittelbar nach unserer Begrüßung meine Sorgen anvertraute.
Es wurde im weiteren Verlauf eine unglaublich schöne Begegnung, die sich zwischen uns ereignete. Sie dauerte nur wenige Minuten; aber sie war freundschaftlich, ja fast innig. Es war als hätten sich die Herzen zweier Schwestern getroffen, die sich füreinander öffneten und sich beschenkten.
Schwester Benilde: „Wissen Sie, Ursula, wenn Sie einmal bei Gott im Himmel sein werden, dann werden die Menschen zu Ihnen kommen und Sie freudig begrüßen. Sie werden Sie ansprechen und sagen: ‚Schwester, oder Mutter, es ist schön, dich zu sehen!‘ Dann werden Sie fragen: ‚Woher kennst du mich? Wieso nennst du mich Schwester und Mutter?‘ Und im gleichen Augenblick, wo Sie das fragen, werden Sie Ihr Gegenüber erkennen! Und Sie erkennen in ihm, in ihr den Menschen, dem Sie auf dieser Erde, in dieser Zeit an irgendeinem Ort freundlich begegnet sind …“
Schwester Benilde forderte mich auf, das von ihr Gesagte noch einmal zu wiederholen. Sie begründete diese Aufforderung mit einer Entschuldigung für ihr schlecht gesprochenes Deutsch und meinte, sie wolle sichergehen, dass ich auch alles richtig verstanden hätte. Ich wusste sofort, dass sie mich das Gesagte nur deshalb wiederholen ließ, damit es sich mir besser einprägte.
Ich folgte ihrer Aufforderung und wiederholte ihre Worte. Ich war unglaublich angerührt und spürte, dass sie mir eine Antwort gegeben hatte auf die Frage, die mich schon seit einiger Zeit quälte. Dann sagte sie: „Sie haben richtig verstanden, Ursula. Genauso hätte unser Bischof Kaiser Ihnen das heute auch gesagt. Und jetzt gehen Sie!“
Und ich ging. Ohne ein weiteres Wort. Keine Verabschiedung. Ich ging weiter. Trotzdem fühlte ich mich anders, als wie ich gekommen war …
Ursula Benneker-Altebockwinkel
In diesen Tagen liegt eine druckfrische biographische Neuerscheinung über den aus Dülmen stammenden Missionsbischof Friedrich Kaiser vor, und zwar in spanischer Sprache: „Me llaman los Andes“, auf Deutsch: „Mich rufen die Anden“. Autor ist der deutschstämmige heutige Bischof von Caraveli, Reinold Nann. Der Geistliche aus dem Erzbistum Freiburg wurde 1960 geboren und wirkt seit vielen Jahren in Peru. Seit 2017 ist er Bischof in Caraveli und damit der dritte Nachfolger von Friedrich Kaiser.
Bischof Reinold Nann hat bis heute stets beide „Lebenswirklichkeiten“ der Kirche, in Europa wie auch in Südamerika, vor Augen und äußert sich regelmäßig in einem eigenen Blog. „Das ist eine gute Weise auch für uns, mal über den Tellerrand eigener Befindlichkeiten zu blicken“, findet der Dülmener Pfarrer Markus Trautmann. Erst jüngst hat sich Bischof Nann auf beachtliche Weise zur vatikanischen Pfarreien-Instruktion geäußert. „Außerdem weise ich Sie auf einen Artikel von mir zur aktuellen Pfarreien-Krise hin, zu der uns Bischof Kaiser ja auch einiges zu sagen hat“, schreibt Bischof Nann in einer Mail an die Viktor-Gemeinde. „Seine Seelsorgeschwestern waren nämlich von Anfang an auch Gemeindeleiterinnen. Nur war er immer darum bemüht, dies im Einvernehmen mit Rom und dem Kirchenrecht zu tun.“
http://reinholdnann.blogspot.com/2020/07/bloss-keine-pastorale-umkehr-zur-neuen.html
Liebe Wohltäter!
Herzlich grüssen wir Sie!
Die Pandemie hat auch unser Land sehr betroffen. Gott sei Dank sind wir alle gesund.
Nun etwas von uns zu erzählen. Dieses Jahr war für uns voller Erfahrungen. die Missionarinnen, die in Argentinien arbeiten, hatten Exerzitien Anfang Januar, sie waren insgesamt 55. Gott gab uns eine Überraschung: der gütiger Gott nahm zu Sich unsere liebe Mitschwester Teodora (63 Jahre alt), sie war einer der besten Missionarin dort, sehr enthusiastisch und mutig. Sie fuhr mit 4 Mitschwester von Salta nach San Rafael Mendoza zur Exerzitien. Unterwegs hatten sie nach 4 Stunden Fahrt einen Autounfall, das Pick-up ist drei Mal gerollt und sie starb sofort. Die andere Schwestern hatten nur Verletzungen. Die Exerzitien wurde mit einer gewissen Traurigkeit durchgeführt, aber gleichzeitig mit der Freude, eine weitere Fürsprecherin im Himmel zu haben.
Danach hatten auch 30 Mitschwestern in Bolivien Exerzitien, Die beide Exerzitien wurde von unserer Generaloberin begleitet. Am Ende Januar hatten 173 unserer Missionarinnen von allen Missionszentren in Peru Exerzitien im Mutterhaus zu Caraveli.
Unsere Missionarinnen in ihren Exzerzitien horten Vorträge von unserem Ordensgründer: "Meditation und Glaube, Glaube und Meditation" an. Zwei Professoren waren zu Gast, einer aus Spanien und der andere aus Nord-Amerika, einen Kanonist und der andere Liturgist, die beide hielten Vorlesungen. Die Schwestern hatten auch praktische Kurse wie Gitarre, Ogel, Grusskarte, Kochkurse, usw. Alle waren sehr froh, erneuert worden zu sein, und kehrten in ihre Missionszentren zurück, um die Fastenzeit mit ihren Armen zu beginnen, leider, das wurde in diesem Jahr andere Form als geplant: mit Lautsprecher, weil unsere Missionarinnen auch in Quarantäne sind.
Danach hatten auch die Schwestern die in Lima arbeiten, Exerzitien: Kloster Santa Teresa (18) und Kloster Lurín (5). Und während der Exerzitien, eine weitere Überraschung von Gott. Schw. Narciza, aktive Oberin des Missionszentrums Canarias - Ayacucho (60 Jahre alt) wurde von einem Moment zum nächsten schwerkrank – sie litt seit 25 Jahre lang an Lupus. Sie wurde schnell von ihrer Mission zur Stadt gebracht und hatte Hirninfarkt, starb unterwegs. Sie war auch eine große und nette Missionarin, die immer lächelt und bereit für alles war. Wir freuen uns für sie, dass sie nicht mehr unter den Schmerzen ihrer Krankheit leiden muss, aber sie hat uns traurig gemacht. Ja, wir akzeptieren gerne den Willen Gottes!!
Und jetzt die Pandemie, die uns wachsam macht und die Einschränkungen beachtet, die die Regierung in einer Quarantäne verlängert hat, unsere medizinischen Ressourcen sehr schlecht sind. Das Covid 19 verbreitet sich immer mehr aus und die Infizierten nehmen von Tag zu Tag zu. Heute infiziert in Peru sind 72.057 Personen und 2.057 Tote.
Es gibt viel Sorge. Unsere Andenbewohner, die zur Arbeit in die Hauptstadt gingen, haben nicht mehr zu essen, kehren ohne Genehmigung der Regierung zu Fuß und mit ihren Familien in ihre Dörfern zurück. Die Angst, dass sie die Gesunden infizieren könnten, ist groß. In einigen Städten bereiten sie sich auf die Aufnahme ihrer Landsleute vor, wie im Fall des Missionszentrums Coyllurqui - Apurimac. Die Behörde bereiten den Empfang im Sportplatz vor, wo sie zwei Wochen lang leben sollen und dann nach Hause gehen können. Unsere Missionarinnen bereiten die Masken für diese armen Leute vor. Ausserdem werden Betten und Essen organisiert.
Wir in Caravelí sind 166 Schwestern, mit den Novizinnen. Die Vorsehung ist großartig, denn obwohl wir von Lima keine Nahrungsmittel und Gemüse empfangen können, weil es keine Transporte gibt, wegen der Quarantäne, Gott gibt uns Obst und Gemüse aus unserem großen Garten, der neben dem Exerzitienhaus liegt, also haben wir Kohlrabi, Spinat, Tomaten usw. Gott sei Dank!
Das Beste ist, dass Herr Bischof Nann und Herr Pfarrer Renzo in Caravelí in Quarantäne sind. Gott sei Dank haben wir täglich hier eine heilige Messe.
Der Seligsprechungsprozess, der in Rom schon ist, geht weiter. Die Schwestern, die in Rom sind, sind wohlauf, aber bleiben nur im Kloster, die Studentinnen bekommen Unterricht durch Internet.
Liebe Wohltäter, wir denken an Sie in unser Gebet, und beten auch für Ihre Familien, Ihre Gesundheit. Nun wünschen wir Ihnen Gottes Segen und alles Gute!!
In Dankbarkeit
Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland
Bilder zur Coronakrise in Peru >>>
Am 3. März 2020 fand in Paderborn die Jahreshauptversammlung des „Fördervereins Caravelì e.V.“ statt, die ganz im Zeichen einer personellen Neuausrichtung stand Seit mehr als 20 Jahren, genauer: seit 1998 versammeln sich im Pfarrheim der Kirchengemeinde St. Stephanus engagierte Männer und Frauen, die sich um die Sammlung und Überweisung von Spendengeldern aus dem ganzen deutschsprachigen Raum nach Peru kümmern. Diese wichtige, wenn auch in großen Teilen im Hintergrund stattfindende Arbeit bedeutet eine ganz wesentliche Unterstützung des pastoralen Wirkens der „Misioneras de Jesus verbo y vicitma“ in vielen Regionen Südamerikas. Umso drängender stellte sich in den letzten Jahren die Frage, wie der Förderverein in jüngere Hände übergehen bzw. mit neuen Aktiven weitermachen könne. Die jüngste Jahreshauptversammlung fasste den Entschluss, dass ab sofort und künftig ein Team aus Dülmener Personen die Vorstandsarbeit fortführen werde. Erster Vorsitzender ist nun Markus Trautmann, zweite Vorsitzende Barbara Dupp, Kassiererin Birgitte Martini und Schriftführerin Christiane Daldrup. Ferner soll bald der offizielle Sitz des Vereins von Paderborn nach Dülmen verlegt, also beim zuständigen Amtsgericht gemeldet werden. –
Das Spendenkonto bei der Paderborner „Bank für Kirche und Caritas e.G.“ bleibt von diesen Veränderungen unberührt; die Bankverbindung, d.h. das altvertraute Spendenkonto bleibt auch in Zukunft dasselbe!
Eine Würdigung von Ordensfrauen und Laien
Wohl nur selten begegnet uns eine Person des öffentlichen Lebens, die innerlich so frei und furchtlos aus dem Glauben lebt und zugleich derart zugewandt und herzlich auf die Welt und die Menschen zugeht – wie Papst Franziskus. Die Gläubigen ermahnt er unermüdlich, nicht „die Heiterkeit, den Wagemut und die hoffnungsvolle Hingabe zu verlieren“ und stattdessen „die Angst zu überwinden, die uns in uns selbst und in unseren Besonderheiten isoliert, damit wir demjenigen in die Augen schauen und zuhören oder damit wir auf Bedürfnisse verzichten können und so denjenigen zu begleiten vermögen, der am Straßenrand liegen geblieben ist.“ Das meint der Papst natürlich nicht nur mit Blick auf Deutschland, sondern global, mit dem „Glaubenssinn der Gesamtkirche“ ...
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Seit November 2019 hält sich Schwester Inmaculata von den „Misioneras de Jesús Verbo y Víctima“ (MJVV) in Rom auf, um an der Seite der neuen Postulatorin den Seligsprechungsprozess für den Gründer der Gemeinschaft, Bischof Friedrich Kaiser, zu begleiten. In einer Mail berichtet sie von dem Beginn ihrer Tätigkeit in Rom.
Der Prozessverlauf in Rom ist – gemäß der Instruktion „Sanctorum Mater“ von 2017 (bezüglich des Ablaufs der Ermittlungsverfahren im Falle von Heiligsprechungsprozessen) – die Fortsetzung zweier vorheriger Vorgänge, die bereits in Lima abgeschlossen wurden:
Demnach bestimmt Art. 142: Sobald die Anweisung zur Untersuchung abgeschlossen ist, müssen die Originalakten transkribiert (abgeschrieben) werden; von dieser Transkriptionsfassung („Archetyp“) wurden zwei Kopien („Transcript“ und „Public Copy“) angefertigt. Danach erfolgte der feierliche Abschluss der Untersuchung. – Hierzu hält Art. 143 fest, dass der zuständige Diözesanbischof bei der letzten Sitzung den Vorsitz führt oder aber per Dekret einen anderen Geistlichen delegiert.
In diesem Sinne delegierte Bischof Carlos Castillo Mattasoglio, der Erzbischof von Lima, den Vorsitz der Abschlusssitzung an Bischof Octavio Casaverde, den Generalvikar der Erzdiözese.
Die Abschlussfeier fand am Freitag, dem 26. Juli 2019, um 16.00 Uhr im Priesterseminar in Lima statt. Darin leistete Mutter Trinidad MJVV den Eid, alle Dokumente nach Rom zur Kongregation für die Heiligsprechungenmitzunehmen, also die eine Abschrift („Transcript“) und die öffentlichen Kopien („Public Copy“).
Dieses gesamte Dossier umfasst insgesamt elf Aktenordner mit den „Abschriften“ und zehn Aktenordner mit den „öffentlichen Kopien“. Diese Dokumente wurden von Mutter Trinidad in Begleitung von Mutter Jacinta am 17. September 2019 um 9.00 Uhr zur Kongregation für die Heiligsprechungen gebracht. Monsignore Giacomo Pappalardo, der Kanzler der Kongregation, wartete auf die Übergabe der Dokumente. Nach der Übergabe des Dossiers wurden die beiden Ordensfrauen in einem weiteren Büro über die weiter zu beachtenden Schritte informiert. Dabei sprachen sie auch über mögliche Bewerber für die Stelle als Postulator / Postulatorin: eine Persönlichkeit, die künftig in Rom die Angelegenheit vorantreibt und betreut.
Für die Registrierung der Dokumente wurde eine Gebühr bezahlt.
Der nächste Schritt war dann die Suche nach einem Postulato bzw. einer Postulatorin. Mutter Jacinta und Mutter Trinidad machten sich auf die Suche. Nach mehreren Besuchen und Konsultationen führte die Vorsehung zu Frau Dr. María Victoria Hernández (aus Spanien) vom Säkularinstitut „Crusades of Santa Maria“ in Rom. Sie wird demnächst sechs römische Prozesse bezüglich unseres Gründers, des Dieners Gottes Bischof Kaiser, begleiten.
Am 1. Oktober 2019 wurde Mutter Trinidad von Mutter Jacinta zur Verwalterin des „Vermögensfonds des Diener Gottes Federico Kaiser Depel MSC“ ernannt.
Am selben Tag ernannte das Generalrat der „Misioneras“ Dr. María Victoria Hernández Rodríguez zur Postulatorin; am 4. Oktober 2019 wurde sie der Kongregation für die Heiligsprechungen offiziell vorgestellt. Nachdem Dr. M. Victoria die Öffnung der Dokumente beantragt hatte, wartete sie auf die Erlaubnis zur Öffnung der Dokumente. Die Eröffnung fand, weil Weihnachten nahte, im Januar 2020 statt.
Am 9. Januar 2020 informierte die Postulatorin Dr. M. Victoria erfreulicherweise die Schwestern, dass die Dokumente um 16.00 Uhr geöffnet würden. Die Schwestern eilten schnell zum Büro. Es war eine sehr einfache, aber feierliche Handlung, bei der vier Personen anwesend waren: Bischof Pappalardo, Dr. M. Victoria, Schwester M. Edel MJVV und Schwester Inmaculata MJVV. Bischof Pappalardo betete zum Heiligen Geist, zur Jungfrau und sprach ein weiteres lateinisches Gebet und endete mit: „Diener Gottes Friedrich, bitte für uns!“
Das Öffnen der Dokumente, also der „Abschriften“und der „Öffentliche Kopien“: Zuerst entfernte er das Siegel von dem Umschlag, in dem sich das Abschlussdokument befand, in dem der Erzbischof von Lima erklärte, dass er den Abschluss vollzogen habe; er las es, las auch den Brief des Richters und sah den Bericht des Notars. Dann nahm er die erste Schachtel oder Akten, nahm seine Schere heraus, schnitt das rote Band durch und öffnete es ... Wie aufregend! Die römische Phase begann!
Er begutachtete die Protokolle mit den Unterschriften des Notars und den Stempeln: alles in Ordnung! Dann fand er den allgemeinen Index, in dem das gesamte Dossier gelistet ist, um sich eine Vorstellung von der gesamten Dokumentation zu machen. Schwester Inmaculata teilte ihm mit, dass es elf Akten gab, davon die erste das Protokoll enthielt und die weiteren drei die dokumentierten Zeugenaussagen;von der fünften bis zur siebten Akten waren alle relevanten Dokumente bis hin zu den herausgegebenen Büchern und der dokumentierten Exhumierung. Monsignore Pappalardo fand den Abschluss und setzte sie am Ende der Zeugenaussagen. Diese werden aufgelistet.
Am Montag, dem 13. Januar 2020, wurden die Schwestern von Bischof Pappalardo zur Durchsicht aller Dokumente aufgefordert Als sie ankamen, gratulierte ihnen der Sekretär, Herr Federico, als erstes, weil er alle bestellten Dokumente und jedes Kapitel mit Indexen vorgefunden hatte.
So können die Dokumente demnächst für die weitere Auswertung herangezogen werden.
Die Vorbereitung der „Positio“ hat schon begonnen, bei der Schwester Inmaculata mithelfen darf.
Seit November 2019 hält sich Schwester Inmaculata von den „Misioneras misioneras de jesus verbo y victima“ (MJVV) in Rom auf, um an der Seite der neuen Postulatorin den Seligsprechungsprozess für den Gründer der Gemeinschaft, Bischof Friedrich Kaiser, zu begleiten. In einer Mail berichtet sie von dem Beginn ihrer Tätigkeit in Rom und hat diesen auch mit einigen Fotos dokumentiert.
Papst Franziskus hat am 29. Juni 2019 einen Brief „an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ geschrieben, in dem er die deutschen Katholiken darin bestärkt, Glaube und Kirche zu erneuern. Bei dieser Gelegenheit ermahnt der Papst, den „Sensus Ecclesiae“, also den „Glaubenssinn der Gesamtkirche“ nicht aus dem Blick zu verlieren: Er „befreit uns von Eigenbrötelei und ideologischen Tendenzen“ und erinnert daran, dass jeder Gläubige immer auch „zur Gesamtheit der Gläubigen gehört.“
Daher lohnt sich der Blick über den Tellerrand der eigenen Befindlichkeiten. In diesem Sinne erschließen sieben Predigten die beeindruckende Gestalt des aus Dülmen stammenden Missionsbischofs Friedrich Kaiser (1903-1993): Wenn man sich mit seinem Wirken in Peru befasst und sich für die vielfältige Tätigkeit der „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ interessiert – dann kann dies helfen, dass man sich nicht restlos in die Probleme hierzulande verliert. „Es gibt Zeiten, in denen die Traurigkeit mitunter mit Undankbarkeit zu tun hat: Man ist so in sich selbst verschlossen, dass man unfähig wird, die Geschenke Gottes anzuerkennen“, schreibt uns der Papst. Zu diesen „Geschenken Gottes“ gehört zweifellos der Glaubensmut und die Hingabe, mit der sich die von Friedrich Kaiser gegründete Schwesterngemeinschaft bis heute in den Dienst der Seelsorge stellt und auch unter widrigsten Umständen nach Wegen der Evangelisierung sucht.
Genau diese Haltung sollten wir auch in Europa einüben. „Die Evangelisierung bringt innere Sicherheit hervor, eine hoffnungsfrohe Gelassenheit, die eine geistliche Zufriedenheit schenkt, die für weltliche Maßstäbe unverständlich ist“, sagt Papst Franziskus. Dies ist letztlich der eine Ruf, der in sieben Ansprachen anhand verschiedener Schriftworte aufgenommen werden soll: Herausgekommen ist ein neues Buch von rd. 60 Seiten, das der Dülmener Pfarrer Markus Trautmann herausgibt. – Es kann gegen einen frankierten Rückumschlag (1,55 €) beim Pfarrbüro St. Viktor, Bült 1a, 48249 Dülmen kostenlos angefordert werden.











