Der Auftrag der Schwestern ist es, Menschen in abgelegenen und oft armen Gegenden seelsorglich zu begleiten. Sie feiern Wortgottesdienste, verkünden die Frohe Botschaft, taufen, bereiten Menschen auf die Sakramente vor und reichen die heilige Kommunion. Sie unterrichten Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Glauben, geben biblische Kurse und bilden Katechetinnen und Katecheten aus, die das Gemeindeleben vor Ort mittragen.
Zu ihrer Arbeit gehören auch Hausbesuche. Die Schwestern möchten die Menschen persönlich kennenlernen, ihre Lebensumstände verstehen und sie in ihren menschlichen und christlichen Anliegen begleiten. Sie stehen Kranken, älteren Menschen und Sterbenden bei und helfen – soweit es ihnen möglich ist – auch in praktischen und gesundheitlichen Nöten.
Die Bedingungen sind oft schwierig. Lange Wege, große Entfernungen, Armut und die Abgeschiedenheit vieler Gemeinden gehören zum Alltag. Trotzdem bleiben die Schwestern vor Ort. Sie bereiten den Weg für die Besuche des Priesters, damit die Menschen dann gut vorbereitet die Sakramente empfangen und gemeinsam Gottesdienst feiern können.
Die Spiritualität der Gemeinschaft lässt sich in ihrem Namen erkennen: Jesus als das Wort und Jesus als das Opfer. Das Wort verweist auf die Bibel und die Verkündigung des Evangeliums. Die Schwestern möchten Christus durch die Heilige Schrift näherbringen und den Menschen helfen, sein Wort im Leben zu entdecken.
Das Kreuz steht für die Liebe Christi, der sich für die Menschen hingegeben hat. In seiner Nachfolge versuchen die Schwestern, auch die kleinen Opfer des täglichen Lebens anzunehmen und ihren Dienst mit Hingabe zu tun. Ihr Leben ist geprägt von Gebet, Gemeinschaft und den evangelischen Räten der Armut, Keuschheit und des Gehorsams.
So gehören für die Schwestern Kontemplation und tätiger Dienst zusammen: Aus dem Gebet wächst ihre Arbeit unter den Menschen. Ihr Auftrag ist es, den Glauben weiterzugeben und den Menschen nahe zu sein – gerade dort, wo sie sonst leicht vergessen werden.