2021
Neues Buch widmet sich der Familie von Bischof Kaiser.
„Sieben Blüten. Ein Baum“ lautet der Titel eines neuen Buches, das Markus Trautmann, Pfarrer in St. Viktor in Dülmen, am Freitag, 2. Juli, der Öffentlichkeit vorstellte. Im Mittelpunkt der Publikation steht die Familie von Bischof Friedrich Kaiser. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Trautmann mit der Biografie und dem Wirken des 1903 in Dülmen geborenen Hiltruper Missionars, der ab 1939 in Peru wirkte, 1963 in Dülmen die Bischofsweihe empfing und 1993 in Peru verstarb. „Bischof Kaiser ist ein Glaubenszeuge der Region und der Weltkirche. Die Familie war der Ort seiner geistlichen Prägung“, führte Trautmann in die Feierstunde ein, an der unter anderem auch Nichten und Neffen des „Missionars der Anden“ teilnahmen und die seine Großnichte, Hildegard Kaiser, am Flügel musikalisch begleitete.
In seiner Publikation geht es Trautmann nicht nur darum, die Herkunft des künftigen Seligen zu vermitteln, sondern „diese Skizzen können dem Leser und der Leserin helfen, auch einmal über die eigene familiäre Bindung und Prägung nachzusinnen“. Zu diesem und weiteren Themen hatte der Pfarrer einen Interviewgast eingeladen: Regionalbischof Dr. Stefan Zekorn. In dem munteren Gespräch erinnerte sich Zekorn an seine eigene Kindheit in Datteln und Recklinghausen, berichtete von seinem Onkel, der als Missionar in Taiwan tätig war, ebenso wie von selbstverständlichen religiösen Ritualen seiner Kindheit. „Ich habe die Familie immer als wohltuenden Rückzugsort und als Geborgenheitszone empfunden. Mir macht es Sorge, dass dies heute in vielen Fällen nicht mehr so ist. Familie wird eher als anstrengend erlebt“, bedauerte Zekorn.
Gefragt nach der Rolle von Seligen und Heiligen in seinem Leben, erzählte der Weihbischof von einem Buch über den heiligen Franziskus, das er in seiner Jugend gelesen habe. „Bei der Lektüre ist mir aufgegangen, was Heilige für mich bedeuten können. Wichtig ist es, dass sie mit unserem Leben zu tun haben, sie uns Vorbilder sein können“, erklärte der 61-Jährige, der sich im Bistum Münster als Beauftragter für die Weltkirche engagiert und in der Deutschen Bischofskonferenz seit zehn Jahren der Kommission Weltkirche angehört. Er lobte die zahlreichen Hilfs- und Partnerschaftsaktionen in den Pfarreien. „Sie zeigen den Menschen, dass an sie gedacht wird. Das ist manchmal bedeutsamer als die finanzielle Unterstützung“, erklärte Zekorn. Das Engagement in der Weltkirche weite den Blick. „Bis hin zur Schöpfungsverantwortung. Durch den Klimawandel sind vor allem die Länder in der Einen Welt betroffen. Die Bauern, die ihre kleinen Felder bestellen, wissen teilweise nicht mehr, wann sie pflanzen sollen“, nannte der Weihbischof einen Aspekt. Auch das Schicksal der Flüchtlinge beschäftige ihn. „Es ist immer noch ein ernstes Thema. Wir können nicht einfach die Augen verschließen“, sagte Zekorn und schlug den Bogen zu Bischof Kaiser. „Ich schätze den Mut, der ihn ausgezeichnet hat. Er hat die Ärmsten in der Gesellschaft aufgesucht. Als Kirche und Gesellschaft brauchen wir mehr Bewusstsein, um sie in den Blick zu nehmen“, hielt Zekorn fest. Sich mit Bischof Kaiser zu beschäftigen, lohne sich. Denn neben der Perspektive für die Ärmsten, kennzeichne ihn eine gehörige Portion Gottvertrauen. „Das habe ich beim Lesen festgestellt. Er lehrt uns, die eigenen Ziele mit Engagement und Mut, aber auch mit Gottvertrauen zu verfolgen, auch wenn der Weg immer mal wieder anders verläuft als man es sich wünscht.“
Zum Abschluss der Feierstunde dankte Trautmann allen, die an dem Buch beteiligt waren. Vor allem der Familie von Bischof Kaiser, die ihm viel über ihren Onkel Fritz berichtet und zahlreiche Dokumente und Fotos zum Buch beigesteuert hätten. „Das ist nicht selbstverständlich“, würdigte er das Entgegenkommen.
Das Buch „Sieben Blüten. Ein Baum“ ist die vierte Veröffentlichung einer Reihe, in der Trautmann unterschiedliche Aspekte rund um das Leben und Gedenken von Bischof Kaiser aufgreift. Das Buch ist gegen eine Spende im Pfarrbüro von St. Viktor im EinsA erhältlich.
Quelle: Pressestelle Bistum Münster / Michaela Kiepe
Der Grund der Recherche war eigentlich der 100. Geburtstag des Dülmener Pfarrdechanten Alois Stüper (1921-2011) am 2. Juni: Alte Pfarrbriefe aus den Jahren 1970 bis 1996 mit ihren Themen und Texten sollten Auskunft geben darüber, was das Wirken von Alois Stüper in mehr als 25 Jahren in Dülmen bestimmte. In der Weihnachtsausgabe 1971 fand sich über vier Seiten ein fotokopierter Brief von „Fritz Kaiser von der Tiberstraße“. Darin schildert er seinen seelsorglichen Einsatz in den Anden und dankt als „euer Landsmann“ bzw. als „Dülmener Junge und Bischof“ für die jahrelange Unterstützung seines Wirkens durch die Dülmener Heimatgemeinde im „Hiättken van de Welt“.
Corralillo erhält die Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland
"Unser apostolisches Feld pflügen wir es betend, säen es predigend. Wir gießen es und jäten es, sühnend."
Diener Gottes Bischof Federico Kaiser” (1903-1993)
Am 27. Mai, dem Festtag Jesu Christi, des Hohen und ewigen Priesters, gedachten die Missionarinnen vom lehrenden und sühneneden Heiland (MJVV) des 118. Jahrestages der Taufe ihres Gründers, des Dieners Gottes Msgr. Federico Kaiser Depel MSC. Am Morgen wurde Msgr. Arturo González Amador in der Pfarrei der Apostel Peter und Paul von Corralillo empfangen, um das neue Patmos (= Missionstation) der Seelsorgeschwestern zu gründen und diese Pfarrei in ihre Obhut zu geben.
Vor der Zeremonie segnete der Diözesanbischof die Räumlichkeiten des neuen Hausklosters, in dem die Schwestern wohnen werden, und ging dann zum Pfarrtempel, um die Heilige Messe zu beginnen.
Die MJVV sind eine Kongregation des Päpstlichen Rechts, die derzeit in Peru, Bolivien, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Chile und Kuba vertreten ist. Abgeschiedene Orte und weite Regionen ohne ortsansässigen Priester sind das Feld seines Apostolats, um den Hunger nach Gott zu lindern und religiöse Betreuung anzubieten.
Sie erfüllen die Aufgaben: religiöse Wahrheiten zu lehren, Taufen zu vollziehen, die Liturgie des Wortes zu feiern, das heilige Abendmahl zu spenden, an Hochzeiten teilzunehmen, sich um Kranke und Sterbende zu kümmern, an Totenwachen teilzunehmen und Begräbnisse zu leiten, Katecheten auszubilden und anzuleiten, Pfarr-Bücher zu führen und die jeweiligen Scheine verlängern usw.
Die Missionarinnen vom lehrenden und sühneneden Heiland teilen ihr Leben, ihre Arbeit und ihren Glauben in unserer Diözese Santa Clara. Seine erste Mission war im Guasimal-Gebiet von Spiritus. Mit der Übergabe der Pfarrei der Heiligen Apostel Pedro und Pablo in Corralillo beginnen sie einen neuen Missionsweg in dieser Gegend von Villa Clara.
Gott sei Dank!!
🙏 Herzlichen Glückwunsch an die Ordensleute und die von ihnen betreuten Gemeinschaften. Möge Jesus, Hoher und ewiger Priester, Sie auf diesem neuen Weg begleiten.
Pressestelle des Bistums Santa Clara
Omar Vega Rodríguez
Übergabezeremonie der Vizegemeinde Incuyo
und der Gemeinde Pararca
an die Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland
Am Donnerstag, 13. Mai 2021, wurden im Rahmen des Festes der Jungfrau von Fátima die Pfarrei „Santísima Cruz“ von Pararca und die Vizepfarre „San Isidro“ de Incuyo an die „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ (MJVV) übergeben, dieser Festakt wurde in einem liturgischen Akt abgehalten, der von unserem Bischof und Pastor der Prälatur von Caravelí, P. Reinaldo Nann, geleitet wurde, unter Teilnahme und Konzelebration von P. Efrén Alcántara Rojas, Pfarrer von Pauza und Pater Jaime Carrascal Quiroz, Pfarrer von Caravelí. Ebenfalls anwesend waren Mutter María Jacinta MJVV, Generaloberin der MJVV-Gemeinschaft und die Seelsorgeschwestern, die in der Gemeinde Pullo und auch in Caravelí arbeiten, sowie die örtlichen Behörden und Gemeindemitglieder.
Vor der Zeremonie segnete Bischof Reinaldo die Räumlichkeiten des neuen Hauses und des Klosters, in dem die Seelsorgeschwestern wohnen werden, und ging dann zum Tempel, um die Heilige Messe zu feiern. Im Rahmen des liturgischen Aktes gab Bischof Reinaldo einen kurzen historischen Rückblick auf die Vizepfarre von Incuyo und erwähnte, dass die MJVV-Schwestern nach vielen Jahren wieder die Leitung dieser Pfarrei übernehmen, seit der Zeit von Bischof Federico Kaiser, dem ersten Bischof von der Prälatur Caravelí, da später zeitweise die mexikanischen Schwester der Kongregation "Eucharistische Missionarinnen der Unbefleckten Maria" und dann Pater Adán Falcón, der mehr als 15 Jahre als Pfarrer tätig war.
In der Predigt hob Bischof Reinaldo die Bedeutung dieses Datums hervor, an dem das Fest der Jungfrau Maria gefeiert wird, die drei kleinen Hirten in Fatima erschien, und dass die Seelsorgeschwestern wollten, dass es mit diesem Akt des Gebens zusammenfällt, um so die Gottesmutter durch ihre Anwesenheit den Gläubigen dieser Pfarreien präsentieren. Ebenso erinnerte unser Bischof die Ordensleute an ihr pastorales Engagement für ihre Pfarrei, ebenso wie für die örtlichen Behörden und Gemeindemitglieder, an ihr Engagement für die Ordensgemeinschaft.
Nach der Predigt übergab der Bischof der Ortsoberin, Madre María Carmela, offiziell die Schlüssel zum Tempel, damit diese sich um ihn kümmern und die Seelsorge der Gemeindemitglieder sicherstellen konnte. Unmittelbar danach verlas P. Jaime Carrascal das Dekret Nr. 019-2021, mit dem die Pfarrei „Santísima Cruz“ von Pararca und die Vizepfarre „San Isidro“ de Incuyo an die Seelsorgeschwestern übergeben werden. In diesem Dokument wird die örtliche Oberin, Madre María Carmela, auch als Verantwörtlich dieser Pfarreien erwähnt, mit den gleichen Rechten und Pflichten wie eine Pfarradministratorin, mit Ausnahme der Sakramente, die dem geweihten Priester vorbehalten sind; und an die Schwestern Nazareth, Mercedes, Salesa und Giuliana, die das pastorale Team bilden, die gleichzeitig die Sakramente der Taufe und der Ehe (gemäß den Kanonen 861,2 und 1112) spenden können.
Nach der liturgischen Zeremonie wurde ein gemeinsames Mittagessen mit den Anwesenden geteilt.
Wir gratulieren Madre María Carmela MJVV und ihrem Pastoralteam zur Übernahme dieses Engagements dieser Pfarreien von Pararca und Incuyo und bitten unsere Mutter, die Jungfrau Maria, sie bei diesem neuen Evangelisierungsprojekt zu begleiten.
Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Seligsprechung
In der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen wurde jüngst der sogenannte „Relator“ im Kanonisierungsverfahren für Friedrich Kaiser ernannt. „Das war für uns eine große Überraschung“, erklärt Schwester Inmaculata, „die Nachricht kam am 30. März am Vormittag.“ Die wichtigste Aufgabe eines Relators ist die Vorbereitung der „Positio“. – Die Positio ist eine in chronologischer Reihenfolge abgefasste Darstellu ng des Lebens und Wirkens eines Dieners Gottes und soll dessen tugendhaftes Leben dokumentieren. (Die dickleibige Positio über Anna Katharina Emmerick kann in der Dülmener Emmerick-Gedenkstätte besichtigt werden.) „Diese Positio wird verschiedenen Gremien in der Kongregation vorgelegt, die darüber abzustimmen haben“, erklärt die Vatikan-Experte Ulrich Nersinger. „Wenn diese verschiedenen Gremien dann positiv entschieden haben, wird die Sache schließlich dem Papst vorgelegt. Der Papst entscheidet letztendlich, ob diese Causa einen positiven Ausgang nimmt. Wenn das geschehen ist, schließt sich noch ein weiteres Verfahren über ein Wunder an. Und dann ist es Sache des Papstes, einen endgültigen Schritt zu setzen.“ – Der nun ernannte vatikanische Relator ist der 1959 geborene italienische Priester und Kirchenhistoriker Maurizio Tagliaferri, der 2014 von Papst Franziskus in die Selig- und Heiligsprechungskongregation berufen wurde.
Liebe Wohltäter und Freunde!
Gott sei Dank sind wir gesund, auch unsere Mitschwestern in Caravelí! Alle bleiben im Kloster; nur bestimmte Schwestern gehen zum Einkaufen. Unsere Generaloberin wollte eine Visitationsreise machen, aber die zweite Welle des Corona-Virus ist bei uns stark eingetreten und ging schnell hoch, sodass Sr. Jacinta den Termin absagen musste.
In Peru sieht die politische Situation nicht gut aus. Im November entschied der Kongress inmitten der schweren politischen und sozialen Krise im Land, dass nach der Entlassung (Vakanz) von Präsident Martín Vizcarra der Geschäftsmann Manuel Merino nur eine Woche lang regieren durfte. Es gab Massenproteste und Todesfälle, ein Grund für Präsident Merino zurückzutreten, und der Ingenieur Francisco Sagasti wurde gewählt. Zur Zeit hat die Regierung eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet, die bis Ende des Monats verlängert wurde. Der aktuelle Präsident Sagasti kann wenig tun, um unseren Leuten zu helfen.
Die Ansteckung ist also gestiegen, und die Todesfälle betragen ungefähr 200 pro Tag, die Krankenhäuser sind nicht ausgestattet, wo auch die Intensivstation voll sind. Außerdem gibt es nicht genug medizinisches Personal und Medikamente. Viele Ärzte sind verstorben
Aber uns Katholiken stärkt unser Glauben, und so versuchen wir mutig zu gehen, besonders in den Missionsstationen, wo die Schwestern die frohe Botschaft an Weihnachten verkünden konnten. In dieser Zeit machen sie in ihren Stationen Exerzitien. Es tut ihnen gut in dieser beweglichen und unruhigen Zeit.
Die Impfstoffe sind gerade vor einigen Tagen in Peru angekommen. Zuerst wird das Gesundheitspersonal gespritzt. Danach die Behörden und die gefährdeten Personen.
Wir konnten Weihnachten mit der Heiligen Messe in der Kirche feiern. Jetzt wurden wegen der Quarantäne die Kirchen am Februaranfang wieder geschlossen. Und natürlich wurden Taufen, Ehen usw. nicht erlaubt.
Wir können uns auch vorstellen, wie schwierig die Situation bei Ihnen ist. Trotz alles haben Sie Mut!! Gott liebt uns und will unsere Herzen frei und sauber von bösen Taten erhalten. Lasst uns weiter vertrauen, beten und mit Freude und Hoffnung die Zukunft sehen.
Liebe Wohltäter, wir hätten uns nie diese Realität vorgestellt. Nur bleibt uns das Vertrauen auf Gott! Er hat eine bestimmte Aufgabe für jeden. Wir sind Ihnen wirklich sehr dankbar, unsere treuen und großzügigen Wohltäter für ihr Vertrauen und die finanzielle Hilfe. Ja, die Personen, die keine Spende überweisen können, beten sicher für uns. Möge der gütiger Gott Ihr bester Belohner sein!!
Nun wünschen wir Ihnen gute Gesundheit. Möge der barmherzige Gott in dieser Fastenzeit Sie begleiten, schützen und segnen. Wir beten für Ihre Anliegen.
Mit herzlichen Grüßen und dankbar im Namen aller Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland,
Schw. M. Inmaculata, MJVV
Liebe Freunde!!
Mit grosser Freude grüssen wir Sie, bei der Feier von Jesuskind. Heute zeigt Gott seine Liebe für uns Menschen, die erbarmende Vorsehung Gottes sowie die Gnade und Liebe Jesu Christi, die über Ihnen ausgegossen werden sei, in reichster Fülle auf Ihnen herabziehe. Wir danken Ihre treue Unterstützung zugunsten unseren Missionen in Südamerika. Am 8. Dezember gründeten wir eine neue Mission in Uruguay, das schaffen wir mit Ihrer Hilfe! Christ Kind sei Ihr beste Belohner!
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