Spiritueller Stadtgang – Auf den Spuren Friedrich Kaisers

Spiritueller Stadtgang

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Zu einem „Spirituellen Stadtgang“ auf den Spuren von Friedrich Kaiser hatte am 27. Mai 2016 die Dülmener Familienbildungsstätte eingeladen. Irmgard Neuß, Leiterin der FBS, konnte über 30 Interessierte begrüßen, die sich zusammen mit Pfarrer Markus Trautmann für rd. 90 Minuten auf den Weg machten.

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Der dänische Reisende Jörgensen gibt in einem Buch einen guten Eindruck vom Leben in Dülmen nach 1900: „Um das alte gotische Kirchengebäude breitet sich ein großer, mit Bäumen bewachsener Platz, wo die Sonne zwischen dem Laub der Linden herabschien über ein großes Steinkruzifix mit Kniebank davor.“

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Am Rathaus wurde die heute noch erhaltene Geburtsurkunde Friedrich Kaisers vorgestellt, unterzeichnet am 27. Mai 1903 vom damaligen Standesbeamten Heiming. Der Beruf des Vaters wird als „Tischlergehülfe“ angegeben, die Vornamen des neuen Erdenbürgers lauteten Friedrich und August.

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In St. Viktor wurde Friedrich Kaiser getauft und gefirmt. Ein Pressebericht vom 16. Mai 1916 beschreibt den Empfang von Weihbischof Theodor Kappenberg an der großen Freitreppe zum Kirchplatz. Die Einfassung des Kirchhofes mit Mauer und Treppen war im Zugehen auf das Stadtjubiläum 1911 erfolgt.

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Am Tage seiner Bischofsweihe 1963 sprach Friedrich Kaiser ein Dankgebet: „Es ist recht, Gott in dieser Stunde zu danken. Ich danke Dir, mein Gott, dass Du mich erschaffen hast. Ich danke Dir für den Schöpfersegen, den Du meinen Eltern geschenkt hast, die einst hier am Traualtar knieten.“

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Zeitungsbericht über eine feierliche Liturgie mit Friedrich Kaiser in St. Viktor 1961: „So war der feierliche Gottesdienst für Dülmen ein seit dem tausendjährigen Bestehen der Gemeinde noch nicht erlebtes festliches Ereignis, das fast anderthalbtausend Gläubige jeden Alters und Standes in die Viktorkirche zog.“

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Die Dülmener Zeitung berichtete in der Ausgabe vom Tage über die bevorstehende Veröffentlichung eines „Bilderbuchs für Jung und Alt“ über Friedrich Kaiser, das in farbenfrohen Grafiken von Bärbel Stangenberg das Leben des künftigen Seligen erzählen und in weiten Kreisen bekanntmachen soll.

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Am Sterbehaus der Anna Katharina Emmerick erfuhren die Exkursionsteilnehmer von der innigen Verehrung der 2004 Seliggesprochenen durch Friedrich Kaiser. In seiner Zeit der Krankheit, in der er sein Studium unterbrechen musste, betete er lang und innig am Grab der Emmerick um seine Priesterweihe.

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Zeitungsbericht über die Primiz des Neupriesters 1932: „Die Pfarrgemeinde Dülmen hat durch die überaus große und rege Teilnahme sich selbst geehrt. Herrlich war die ganze Feier. Vom Turm der Kirche wehten die Fahnen. Die Nachbarhäuser der Wohnung des Neupriesters hatten festlichen Schmuck angelegt.“

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An der Stelle des Elternhauses Friedrich Kaisers wohnen heute die Eheleute Alfs. Die Mutter von Frau Alfs war damals Nachbarin und half als junges Mädchen beim Kränzen für die Primiz. Frau Alfs besitzt heute noch ein Foto des Primizianten vor seinem mit Tannengrün geschmückten Elternhaus.

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Nach dem Besuch der Josefschule arbeitete Friedrich Kaiser von Februar 1917 bis November 1918 auf dem Büro der Eisenhütte Prinz Rudolph. „Er war zuverlässig, fleißig und pünktlich im Dienst und von allen Bürobeamten gut gelitten wegen seiner Dienstbereitschaft und Bescheidenheit.“

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Friedrich Kaiser verließ Anfang 1919 Dülmen, um in Hiltrup bei Münster das Abitur zu machen. – Damit endete der „Spirituelle Stadtgang“. Abschließend wurde in einem fröhlichen Sparschwein Geld für die von Bischof Kaiser gegründete Schwesterngemeinschaft von Caravelí gesammelt.

 


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