Aktuelles

Im Jahre 1961 rief der aus Dülmen stammende Missionar Friedrich Kaiser (1903-1993) im fernen Peru die Gemeinschaft der »Missionsschwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland« ins Leben. Aus ihren Reihen wurde seit längerem der Wunsch geäußert, das Wirken dieses Glaubenszeugen in besonderer Weise zu würdigen und das Seligsprechungsverfahren für Friedrich Kaiser in die Wege zu leiten. 

Missionar? Glaubenszeuge? Seligsprechung? 

Wir werden vielleicht irritiert durch derartige Begriffe. Zu sehr haben wir uns als Kirche eingerichtet in den Rückzug, in das ängstliche oder missmutige Verharren. 

Die Auseinandersetzung mit Friedrich Kaiser kann uns zu einer neuen Begeisterung verhelfen – also zu einer Offenheit für jenen Geist, der am Pfingsttag verrammelte Türen sprengt und die kleine verängstigte Jüngergemeinde in die Vielfalt und Weite der Sprachen und Nationen hineinführt.

 

     Markus Trautmann
     Pfarrdechant an St. Viktor in Dülmen

Heiligsprechung vor 350 Jahren

Info vom 18. August 2026

image004Der liturgische Gedenktag der hl. Rosa von Lima ist jedes Jahr am 23. August – doch in diesem Jahr ist es 350 Jahre her, dass Papst Clemens X. im Jahre 1671 die Heiligsprechung von Rosa von Lima verkündete. Die Bedeutung dieser bemerkenswerten Frau ist nur vor dem geschichtlichen Hintergrund ihres Lebens zu würdigen. „Ein Goldrausch hatte die Männer befallen, die Peru eroberten, und trieb sie zu unerhörten Teufeleien“, so formulierte in den 1930er Jahren Hans Hümmeler in dem volkstümlichen Buch „Helden und Heiligen“, das im ganzen deutschsprachigen Raum vor und nach dem Zweiten Weltkrieg eine weite Verbreitung fand. „Vergebens bemühten sich die spanischen Priester, die Ausschreitungen des spanischen Kriegsvolkes zu bannen. Unter ihren Augen wurde die Urbevölkerung des Landes versklavt, geschändet und ermordet. Mit bluttriefendem Schwert aber kann man nicht dem milden Gottessohn den Weg bereiten. Während in den Hafenstädten prachtvolle christliche Kirchen emporwuchsen, flohen die verängstigten Indios in die Kordilleren und wichen den Glaubensboten aus, weil diese die gleiche Sprache redeten wie ihre Unterdrücker.“ In dieser von Habgier und Rücksichtslosigkeit durchzogenen Zeit begegnet uns die provozierende Gestalt der hl. Rosa von Lima (1586-1617). „Aus demselben Volk, das ein solches Maß von Blutschuld auf sich geladen hatte, sollte ein Mensch hervorgehen, der aus Mitgefühl ein Zeichen der Liebe und der Buße zu setzen bereit war angesichts der Beleidigungen, die Menschen durch ihr menschenverachtendes Verhalten Gott selbst zugefügt haben. Ein schwaches Mädchen bot sich zu diesem Sühnopfer an, Rosa von Lima, geboren von armen Eltern und erwählt vom Heiligen Geist zu einem Wunder der Gnade.“ Rosa von Lima hieß mit bürgerlichem Namen Isabel Flores de Oliva; ihre Eltern waren beide spanischer Abstammung. Schon als Kind hatte sie den Wunsch, ein gottgeweihtes Leben zu führen. Sie trat mit zwanzig Jahren dem Dritten Orden der Dominikaner bei und trug seitdem den Ordensnamen Rosa a Santa Maria. Als geweihte Jungfrau lebte sie fortan in einer Hütte in der Nähe des Hauses ihrer Eltern, wo sie ein Leben der Buße führte. Die Biografie der heiligen Rosa weist Ähnlichkeiten zur Dülmenerin Anna Katharina Emmerick auf. Noch einmal Hümmeler: „Rein und schön schwebt ihre Gestalt über der trüben Schlammflut von Habgier und Wollust, die Lima verpestete. Nur wenige Menschen wussten von ihrem Opferleben; denn sie floh das Gerede der Leute und ging nur verschleiert den Kirchweg. Zehn Stunden am Tag half sie als Näherin und Stickerin das Brot für ihre zehn Geschwister verdienen, weitere zehn Stunden täglich weilte sei in ihrer ‚Gartenzelle‘, einer selbst gezimmerten Bretterhütte, und redete mit Gott und Heiligen, die sie in vielen Visionen schaute. … Lange Zeit wurde ihr Sühneleiden von den eigenen Eltern missverstanden und als Schwärmerei gedeutet, zumal sie alle Heiratspläne standhaft ablehnte. Willig duldete sie von ihrer Mutter dafür Spott und Schläge; den Frieden und die Fröhlichkeit des Herzens konnte ihr nichts rauben.“

Die nachstehenden Fotos zeigen das Schädelreliquiar der hl. Rosa in der Kirche Santo Domingo in Lima sowie die Wohnzelle und figürliche Darstellungen der Heiligen rund um die Rosa-Gedenkstätte an ihrem Elternhaus.

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10 Jahre online

Info vom 9. Augut 2026

IMG 3495Am 26. August 2026 ist es zehn Jahre her, dass die Website www.bischof-friedrich-kaiser.de der Öffentlichkeit vorgestellt wurde: Hier finden sich zahlreiche Text- und Bildbeiträge über die Persönlichkeit und das Werk von Bischof Friedrich Kaiser, zumal mit Blick auf seine erwartete Seligsprechung. Gleichzeitig ging damals die Onlineplattform www.caraveli.net an den Start, auf der über das Wirken der „Misioneras de Jesus Verbo y Victima“ informiert wird. Als Webmasterin beider Internetangebote fungiert Christiane Daldrup aus Dülmen. 

Im Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ würdigte Papst Franziskus 2013 die Bedeutung der weltweiten Vernetzung auch im Sinne der Anteilnahme und Solidarität:

„Heute, da die Netze und die Mittel menschlicher Kommunikation unglaubliche Entwicklungen erreicht haben, spüren wir die Herausforderung, die darin liegt, zusammen zu leben, uns unter die anderen zu mischen, einander zu begegnen, uns in den Armen zu halten, uns anzulehnen, teilzuhaben an dieser etwas chaotischen Menge, die sich in eine wahre Erfahrung von Brüderlichkeit verwandeln kann, in eine solidarische Karawane, in eine heilige Wallfahrt. Auf diese Weise werden sich die größeren Möglichkeiten der Kommunikation als größere Möglichkeiten der Begegnung und der Solidarität zwischen allen erweisen. Wenn wir diesen Weg verfolgen könnten, wäre das etwas sehr Gutes, sehr Heilsames, sehr Befreiendes, eine große Quelle der Hoffnung! Aus sich selbst herausgehen, um sich mit den anderen zusammenzuschließen, tut gut. Sich in sich selbst zu verschließen bedeutet, das bittere Gift der Immanenz zu kosten, und in jeder egoistischen Wahl, die wir treffen, wird die Menschlichkeit den Kürzeren ziehen.“ (EG 87)

Doch zurück zum 26. August 2016: In einem kleinen Festakt wurden die beiden genannten Webseiten freigeschaltet – und zwar in der Kapelle auf dem Dülmener Waldfriedhof. Denn zuvor war an jenem Tag im Rahmen eines „Spirituellen Stadtgangs“ >>> und in Gegenwart von zwei peruanischen Ordensfrauen auch eine Gedenktafel am Friedhofseingang enthüllt worden, auf der die Hintergründe erläutert werden, weshalb der Friedhof seit 1975 an einer „Bischof-Kaiser-Straße“ liegt.

Neuer Bischof ins Amt eingeführt

Bericht vom 18. Juli 2026

neuer BischofIn einem festlichen Gottesdienst in der Kathedralkirche St. Peter von Caraveli wurde am Samstag, 18. Juli, Monsignore Francisco Castro Lalupú in sein Amt eingeführt. Zu den zahlreichen Gratulanten zählte auch der „Förderverein Caraveli e.V.“ – allerdings nur in Form eines Glückwunschschreibens, das in der Mitgliederversammlung am 24. Juni beschlossen worden war. „Es ist eine schöne Fügung, dass der 18. Juli, der Tag Ihrer Amtseinführung, zugleich der Namenstag des hl. Friedrich (+ 838) ist, des Namenspatrons von Friedrich Kaiser!“, heißt es darin. „Darüber hinaus hoffen wir, dass Sie, verehrter Bischof, auf vielfältige weitere Weise durch die religiöse Gestalt und Ausstrahlung Kaisers bei Ihrer herausfordernden Arbeit inspiriert und angeregt werden.“

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Der 18. Juli: Friedrich Kaisers Namenstag

Beitrag vom 8. Juli 2026

Gedanken von Peter Wittkampf

 

Friedrich HeiligenlegendeFriedrich Kaisers Namenspatron ist der heilige Bischof Friedrich von Utrecht (* ca. 780 in Friesland, + 18. Juli 838). Erzogen und schulisch ausgebildet wurde er durch Bischof Richfried und in der damals berühmten Domschule von Utrecht. Nach der Priesterweihe bereitete er die Katechumenen in Friesland auf die Taufe vor. Als Bischof Richfried im Jahr 826 starb, wurde Friedrich zu dessen Nachfolger gewählt. Er lehnte zunächst ab, fügte sich dann aber, als hochgestellte Persönlichkeiten, u.a. Kaiser Ludwig der Fromme, ihn drängten, das Amt anzunehmen. Die Bischofsweihe erfolgte 826, also vor genau 1.200 Jahren. Friedrich nahm auch den ausdrücklichen Wunsch des Kaisers ernst, alles zu tun, um die Bekehrung der Friesen zu vollenden. Er stand in freundschaftlichem Kontakt mit einem der größten und berühmtesten Gelehrten seiner Zeit, Rhabanus Maurus, der seine Persönlichkeit besonders würdigte. Am 18. Juli 838 (nach anderen Quellen schon am 17. Juli) wurde Bischof Friedrich in Utrecht beim Dankgebet unmittelbar nach Beendigung der Messfeier durch Messerstiche ermordet. Sein Gedenktag ist der 18. Juli. 

Fredericus PaulusdomDas, was über Bischof Friedrich von Utrecht glaubhaft überliefert ist, weist erstaunliche Parallelen zur Persönlichkeit des Bischofs Friedrich Kaiser auf. Und das trotz des großen zeitlichen Abstands zwischen beiden Persönlichkeiten! Sehr bemerkenswert ist aber nicht nur die bloße Tatsache, sondern auch die stattliche Anzahl der Gemeinsamkeiten: 

Beide Bischöfe

  • waren Schüler an kirchlichen Schulen, aus denen viele Missionars-Berufungen hervorgingen,
  • erteilten nach der Priesterweihe Unterricht, waren beeindruckende Lehrerpersönlichkeiten und versierte Bibelkenner,
  • lebten in persönlicher Bescheidenheit,
  • sträubten sich zunächst gegen die Bischofsernennung, fügten sich dann aber im Gehorsam doch,
  • schrieben Bücher, in denen sie die Lehre der Kirche in übersichtlicher Form zusammenfassten,
  • nahmen vieles auf sich, um sich – als Missionare – gerade auch jenen Menschen persönlich zuzuwenden, deren Leben noch nicht frei war von heidnischen Denk- und Verhaltensweisen, 
  • setzten sich nach Kräften für das Wohl der ihnen Anvertrauten ein,
  • waren – bei aller Entschiedenheit im Eintreten für die Lehre der Kirche – keine „blinden Eiferer“, sondern geschickte, geduldige, milde „Seelenführer“,
  • hatten jeweils einen treuen Gefährten, der ihnen vor allem auch bei den beschwerlichen und z.T. gefährlichen Reisen wertvolle Hilfe leistete,
  • beiden wurde von bekannten Persönlichkeiten höchste Anerkennung zuteil, auch nach ihrem Tod.

 

Abbildungen:
Abbildung des hl. Friedrich in einer historischen Heiligenlegende: Dietmar Rabich
Skulptur des hl. Friedrich im Paulusdom Münster: Michael Bönte

„Positio“ über Friedrich Kaiser wandert weiter

PetersdomIm heißen römischen Sommer nimmt das Kanonisierungsverfahren für Friedrich Kaiser eine weitere Stufe: In diesen Tagen konnte die Postulatorin des Verfahrens, Dr. Maria Victoria Hernandez, dem vatikanischen „Dikasterium für Selig- und Heiligsprechungsprozesse“ insgesamt 22 Exemplare der überarbeiteten „Positio“ übergeben, damit sie dort den zuständigen Bischöfen und Kardinälen ausgehändigt werden. „Dies ist ein Fortschritt“, schreibt Schwester Inmaculata per Mail an den Caraveli-Förderverein, „und wir bitten Sie um Ihre Gebete.“ Die Missionsschwestern von Caraveli sind sehr dankbar, mit Dr. Hernandez eine kompetente Persönlichkeit gefunden zu haben, die in den letzten Jahren die Verfassung der „Positio“ über Friedrich Kaiser engagiert vorangetrieben hat. Neben der „Causa Kaiser“ betreut sie noch weitere Seligsprechungsverfahren bzw. die Erstellung der jeweiligen „Positio“. Eine „Positio“ (Abkürzung für lat. „Positio super virtutibus“, also „Stellungnahme zu den Tugenden“) ist ein Dokument oder eine Sammlung von Dokumenten, die bei einem Seligsprechungsprozess verwendet wird, um einen Glaubenszeugen für „ehrwürdig“ zu erklären. Im Zusammenhang mit Bischof Kaiser hatten sich seit Anfang Februar 2025 die theologischen „Konsultoren“ mit diesem wichtigen und umfangreichen Dokument befasst. Die Aufgabe der Konsultoren ist es, den Text kritisch zu studieren und eventuelle theologische, historische oder sonstige sachliche Nachfragen zu formulieren, damit entsprechende Präzisierungen oder Klärungen vorgenommen werden. In einer gemeinsamen Sitzung der Mitglieder des Dikasteriums am 15. Mai 2025 haben dann die Konsultoren ihre theologischen Voten abgeben, dann erfolgte die Überarbeitung. Die finale Fassung der „Positio“ werden in den kommenden Wochen die Bischöfe und Kardinäle durcharbeiten und dann ebenfalls ein Votum formulieren, das sie dem Papst vorlegen. Das Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungen befasst sich mit zahlreichen Selig- und Heiligsprechungsverfahren. Momentan gehören ihm 19 Kardinäle, 12 Erzbischöfe, 11 Bischöfe, 4 theologische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie die besagten 13 Konsultoren an.

Herz-Jesu-Missionare in Dülmen

Bericht vom 19. Juni 2026

Herz-Jesu-MissionareAm Freitag, 19. Juni 2026, hielten sich verschiedene Herz-Jesu-Missionare (MSC) im sommerlichen Dülmen auf, dem Geburtsort von Bischof Friedrich Kaiser. Pater John Chinnapan, Provinzial der indischen Herz-Jesu-Missionare, besuchte seinen Mittbruder Pater Charly, der seit 2017 in der Dülmener Pfarrei St. Viktor wirkt. Pater Chinnapan besuchte die Emmerick-Gedenkstätte bzw. das Grab der Dülmener Seligen, anschließend die Viktorkirche. Er zeigte sich beeindruckt, dass das Andenken an seinen Ordensmitbruder Friedrich Kaiser in Dülmen lebendig ist und betonte, dass er künftig daran mitwirken wolle, dass Kaisers Bekanntheit und Verehrung weitere Kreise zieht. Ebenso gehörte zur Besuchergruppe Pater Dieter Afhüppe, Provinzial der Norddeutschen Provinz, der jahrzehntelang (wie Friedrich Kaiser) in Peru gewirkt hat. Schließlich konnte Pfarrer Markus Trautmann auch Pater Theo Vogelpoth begrüßen, der als Missionar in Papua-Neuguinea tätig war und heute (wie Pater Afhüppe) seinen Ruhestand in Münster Hiltrup verbringt. Vogelpoth empfing am 9. April 1967 in Hiltrup durch Bischof Friedrich Kaiser die Priesterweihe, als sich dieser zum letzten Mal auf einem Heimaturlaub in Europa befand. In dieser Zeit, vor knapp 60 Jahren, besuchte Bischof Kaiser auch die Dülmener Josephsgemeinde: Im Außenbereich der Kirche erinnert heute ein Hinweisschild an seine Visite am 17.April 1967. 

Dort entstand unser Foto: v.l.n.r. Pater Charly, Markus Trautmann, John Chinnapan, Theo Vogelpoth, Dieter Afhüppe.

Im Kreis von Brüdern

Info vom 14. Juni 2026

Leseprobe aus „Sieben Fotos. Ein Motiv.“ 


Kaiser XantenEin Foto ist für sich genommen eine Momentaufnahme – und doch kann es viele zeitgeschichtliche Hintergründe und biographische Informationen über die dargestellten Menschen vermitteln. In einem neuen Buch mit dem Titel „Sieben Fotos. Ein Motiv.“ werden sieben Fotos aus dem Leben von Friedrich Kaiser (1903-1993) vorgestellt und eingehend betrachtet.

Wir laden ein zu einem Probeschmökern >>> – im zweiten Kapitel:


Pastorale Strategien

Beitrag vom 30. Mai 2026

Gedanken von Peter Wittkampf

 

Anden„Der Glaube versetzt Berge“, sagt man.

Auch die Anden?

Ja, auch die Anden! 

Der Glaube des Friedrich Kaiser und „seiner“ Gemeinschaft der Missionsschwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland (MJVV) hat die Anden versetzt! 

Der Glaube hat sie in einen anderen, einen neuen Zustand versetzt!

Der Glaube – in Verbindung mit Gottvertrauen – hat dies geschafft – und schafft es weiterhin. Im Vorwort seines Buches „Der Ruf aus den Anden“ bezeichnete Bischof Friedrich Kaiser die Anden u. a. als „religiöses Niemandsland“. Doch so, wie sie zunächst noch waren, sind sie nicht mehr! Sie sind in einem anderen Zustand! 

Der Glaube war und ist es, der Berge versetzt. Auch die Anden!

Der Glaube! Nicht die Diskussionen um Strukturreformen, nicht die Vielzahl an Räten und Gremien, nicht das Gerangel um Ämter, Kompetenzen und Zuständigkeiten, nicht das Schielen auf den Beifall der Öffentlichkeit!

Aus der „Ars poetica“ des römischen Dichters Horaz (65 – 8 v. Chr.) stammt das berühmte Wort „Parturient montes, nascetur ridiculus mus“ – „Der Berg kreißte und gebar eine Maus.“ Das meint man, wenn ein riesiger Aufwand betrieben wird, am Ende aber nur ein winziges, enttäuschendes Ergebnis herauskommt.

Quasi das Gegenteil von dem, was die MJVV-Schwestern im Geiste von Bischof Friedrich Kaiser unternehmen.

Am Donnerstag, 28. Mai 2026, hat Papst Leo XIV., selbst ein erfahrener Missionar, eine Audienz gegeben für Mitarbeiter des Dikasteriums für Evangelisierung. Eine Passage seiner Ansprache lautet: 

„Die Evangelisierung gründet weder auf der Effizienz von Strukturen noch auf gesellschaftlichem Ansehen, ja nicht einmal auf jenem öffentlichen Zuspruch, der sich womöglich zu einem bestimmten Zeitpunkt gewinnen lässt. Entscheidend bleibt vielmehr, sein Vertrauen in die Führung des Heiligen Geistes zu setzen und jenen Wegen zu folgen, die Er weist…“

Dem ist nichts hinzuzufügen!


Zum Autor: Siehe den Beitrag vom 4. Januar >>>

Ein neuer Bischof für die südlichen Anden

neuer BischofPapst Leo XIV. hat Monsignore Francisco Castro Lalupú zum neuen Bischof der Prälatur von Caravelí ernannt. Francisco Castro wurde am 13. August 1973 im Bezirk Bellavista-Sullana im Département Piura im Norden Perus geboren und studierte Theolgogie am Seminar der Erzdiözese Piura sowie am Seminar der Erzdiözese Trujillo. Nach seiner Priesterweihe für die Erzdiözese Trujillo am 6. Juni 2004 war Castro in der Pfarrseelsorge und dann in verschiedenen Funktionen der Diözese tätig. Am 4. April 2020 wurde er zum Weihbischof von Trujillo ernannt.

Vor 100 Jahren geboren: Reinhold Frieling

Friedrich Kaiser mit Reinhold FrielingAm 27. Mai 1926 erblickte Reinhold Frieling in Dülmen das Licht der Welt – ein Neffe von Friedrich Kaiser. Nach dem Zweiten Welt krieg trat Reinhold bei den „Hiltruper Missionaren“ ein. Noch im Jahr seiner Priesterweihe, also 1954, folgte er seinem Onkel nach Peru. Nach rd. drei Jahren in Lima begleitete er den neu ernannten Prälaten und späteren Bischof in die Hochanden. Immer wieder erwähnte Friedrich Kaiser in Briefen und Rundbriefen die oft abenteuerlichen Fahrdienste seines Neffen oder sein handwerkliches Geschick. Auch kalligraphisch konnte sich Reinhold betätigen; die von ihm entworfenen Umschlaggrafiken auf Friedrich Kaisers Büchern werden bis zum heutigen Tag nachgedruckt. Reinhold Frieling schonte sich nicht, was nicht ohne gesundheitliche Folgen blieb. Zudem machte ihm Diabetes zu schaffen. Nach insgesamt 17 Jahren in Peru (davon 14 Jahre in Huaraz und Caraveli in den Anden) trat Frieling 1971 seine Heimreise nach Deutschland an. Noch viele Jahre wirkte er als Krankenhausseelsorger in Herten. Er starb am 20. November 2016 und wurde in Hiltrup begraben.

In dem Buch „Sieben Blüten. Ein Baum.“ >>> (Dülmen 2021) wird das Leben von Reinhold Frieling eingehend gewürdigt.

Das Foto zeigt Paul und Gertrud Doßler mit hrer Hochzeitsgesellschaft; rechts Friedrich Kaiser mit Reinhold Frieling.



„Neue Heilige“: 

Spannende Internetplattformen

 

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Das Seligsprechungsverfahren für Bischof Friedrich Kaiser ist eines von vielen, die momentan weltweit für zahllose Glaubenszeugen verschiedenster Epochen durchgeführt werden. Die „Gemeinschaft der Heiligen“, zu der ja jeder Christ berufen ist, bekommt so einen eindrucksvollen und vielfältigen Ausdruck.Das vatikanische Dikasterium für Selig- und Heiligsprechungen informiert aufeiner eigenen Website >>> über aktuelle Verfahren.



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Auch die Internetplattform „New Saints“ >>> dokumentiert akribisch den jeweils momentanen Verlaufsstand der Kanonisierungsverfahren sowie frühere Verfahren.
Hingewiesen sei auf die Suchmaschine dieser Website sowie die vorhandene Übersetzungsfunktion.
Viel Freude beim Stöbern!



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In der Mediathek von Radio Horeb skizziert Pfarrer Markus Trautmann in einem Interview >>> das Leben und die Bedeutung von Bischof Friedrich Kaiser.