Auf den Spuren des Damian de Veuster

Info vom 1. Oktober 2025

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Auch in diesem Herbst weilten zwei Schwestern der peruanischen Gemeinschaft der „Misioneras de Jesus Verbo y Vicitma“ für einige Tage in Dülmen, um von hier aus verschiedene Besuche und Vorträge zu absolvieren und abschließend am jährlichen Dülmener „Bürgerfest“ (3. Oktober) teilzunehmen. In diesem Jahr stand eine besondere Begegnung auf dem Programm, nämlich mit dem berühmten „Apostel der Aussätzigen“, dem belgischen Missionar Damian de Veuster (1840-1889). „Unserem Gründer war es wichtig, dass wir Schwestern im Noviziat möglichst viele Missionsheilige kennenlernten, um unser eigenes Apostolat besser zu durchdringen“, erklärt Schwester Inmaculata. Daher wurden zahlreiche einschlägige Bücher angeschafft. „Die Lebensdarstellung ‚Priester der Verbannten‘ von Wilhelm Hünermann über Damian de Veuster haben wir alle gelesen“, ergänzt Schwester Maura.

IMG 3090Damian de Veuster verließ Europa 1863 über Bremerhaven, um sich nach Hawaii zu begeben; ab 1873 wirkte er in der Leprakolonie Molokai. Er wurde 1995 selig- und 2009 heiliggesprochen. Rund 75 Jahre später war auch für Friedrich Kaiser Bremerhaven der Ort seiner Ausschiffung nach Südamerika. – Schwester Maura und Schwester Inmaculata besuchten am 1. Oktober zunächst den flandrischen Wallfahrtsort Scherpenheuvel, dann das Geburtshaus de Veusters mit Gedenkstätte in Tremelo und abschließend sein Grab in Löwen. „Wir suchen noch Anregungen für eine geeignete Gestaltung einer Gedenkstätte auch für unseren Gründer“, erklärt Schwester Inmaculata. „Im Augenblick planen wir in Caraveli ein kleines Museum für Bischof Kaiser“, sagt Schwester Maura.

Friedrich Kaiser: Zuschauer am Rande und mit bangem Herzen

Vor 100 Jahren feierte ein Hiltruper Missionar in Dülmen seine Primiz


In der Mitte: Alois Baumeister Man kann sich die Feierlichkeit und die Festtagsfreude anlässlich einer Primiz in früheren Zeiten gar nicht groß genug vorstellen: Um an einer „prima missa“, also der ersten Messe eines Neupriesters mitsamt Primizsegenteilnehmen zu können, so meinte damals der Volksmund, lohne es sich, ein Paar Schuhsohlen durchzulaufen. In dieser Stimmung dürften sich auch die Dülmener Katholiken befunden haben, als die Priesterweihe und Heimatprimiz von Alois Baumeister aus dem Dernekampanstanden – vor 100 Jahren.

Alois Baumeister wurde am 21. Juni 1894 geboren und fand nach Schule und Kriegsdienst zu den „Herz-Jesu-Missionaren“ in Hiltrup bei Münster. Hier war bereits der ältere Bruder August (1890-1945) eingetreten, der ebenfalls Priester wurde, allerdings nicht „in die Mission“ ging, sondern in Deutschland bleiben sollte. Alois Baumeister legte am 20. Februar 1921 die zeitlichen Gelübde, am 20. Februar 1924 die ewigen Gelübde ab. Am 9. August 1925 empfing er in Paderborn die Priesterweihe, am 16. August folgte die Primizfeier in der Dülmener Viktorkirche. 

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Was ist ein „Titularbischof von Berrhoea“?

Berrhoea1Als Friedrich Kaiser 1963 in Dülmen die Bischofsweihe empfing, wurde ihm zugleich ein „Titularbistum“ mit dem Namen Berrhoea verliehen. Was ist ein Titularbistum bzw. ein Titularbischof? Ein Titularbischof ist ein geweihter Bischof, der im Unterschied zu einem Diözesanbischof kein eigenes Bistum leitet, sondern eine andere Funktion ausübt – etwa eine „Prälatur“ wie die von Caravelí zu leiten. (Die 1957 ins Leben gerufene „Prälatur“ von Caravelí ist im kirchenrechtlichen Sinne kein vollumfänglich ausgestattetes Bistum.) Prinzipiell aber soll ein Bischof, auch in einer Prälatur, einem Bistum zugehörig sein. In einem solchen Fall (wie dem von Bischof Kaiser) wird dem ernannten Bischof ein historisches, aber untergegangenes Bistum zugewiesen – sozusagen nur „dem Titel nach“.  

Berrhoea2Das Titularbistum von Berrhoea (lateinisch Berrea) war benannt nach der antiken Stadt Beroia (heute Veria) in der römischen Provinz Mazedonien im heutigen nördlichen Griechenland. Die Wurzeln des Bistums Berrhoea gehen in neutestamentliche Zeit zurück; in unserer deutschen Einheitsübersetzung lautet die biblische Schreibweise „Beröa“. So weiß die Apostelgeschichte zu berichten, dass Paulus, Silas und Timotheus nach Beröa gelangten, nachdem sie aus Thessalonich fliehen mussten. Die Apostelgeschichte lobt die Aufgeschlossenheit der Beröer bzw. der dortigen Synagogengemeinde gegenüber der Verkündigung des Paulus – erwähnt aber auch einen Tumult, der von angereisten Thesslonichern in Beröa ausgelöst wurde (vgl. Apg 17,10-15). In der heutigen Stadt Veria wird durch ein aufwändiges Denkmal an die „Kanzel des Apostels Paulus“ erinnert.

Neue Bankverbindung

SpendenueberweisungLiebe Freunde und Unterstützer des „Fördervereins der Seelsorgeschwestern von Caravelí“!

Aufgrund der Fusion der „Bank für Kirche und Caritas“ (Paderborn) mit der „Pax-Bank“ (Köln) wurde dem Förderverein mit sofortiger Wirkung eine neue Kontonummer zugeteilt: 

Pax-Bank für Kirche und Caritas eG
Neue IBAN: DE46 3706 0193 1053 1410 01 
Neuer BIC: GENO DED1 PAX

 

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Katholische Sonntagszeitung würdigt Bischof Kaiser

SZR 25 20 s16 2Mitte Mai veröffentlichte die "Katholische Sonntagszeitung für Deutschland" ein Interview >>> mit dem Dülmener Pfarrer Markus Trautmann, in dem es um die Verehrung bayerischer und westfälischer Glaubenszeugen ging - darunter den Dülmener Friedrich Kaiser. "Die Katholische Sonntagszeitung für Deutschland" ist eine katholische Wochenzeitung. Herausgeber ist die Augsburger Mediengruppe Sankt Ulrich Verlag. Sie erscheint bundesweit; zwei Regionalausgaben erscheinen für das Bistum Augsburg und das Bistum Regensburg.

Papst aktualisiert peruanischen Personalausweis

WhatsApp Image 2025 05 09 at 04.59.24Für einen elektronischen Personalausweis für Peru hat sich jetzt auch Papst Leo XIV. registrieren lassen. Dazu reisten Mitarbeiter des „Nationalen Registers für Identifikation und Personenstand“ des südamerikanischen Landes Ende Mai in den Vatikan, um die dafür notwendigen Daten wie Fingerabdrücke und Unterschrift des Papstes einzuholen, wie peruanische Medien berichteten. In einem für Peru historischen Ereignis habe Leo XIV. seine Privatadresse und das Foto für seinen neuen Personalausweis aktualisiert. Nun werde er den neuen elektronischen Ausweis „DNI 3.0“ erhalten, der nicht abläuft.

Der in Chicago geborene Robert Francis Prevost (69), seit dem 8. Mai das Oberhaupt der 1,4 Milliarden Katholiken weltweit, hat seit 2015 einen peruanischen Pass. Da er jahrzehntelang als Missionar und Bischof in dem südamerikanischen Land war, hat er eine enge Bindung insbesondere zur Diözese Chiclayo, die er rund acht Jahre lang leitete. Schon bei seiner ersten Ansprache nach seiner Wahl auf dem Mittelbalkon des Petersdoms erwähnte Leo die Menschen in Peru. 

Seine Registrierung fand im Zuge der Kampagne “Identifikation ohne Grenzen” statt, in deren Rahmen mehr als 500 Verfahren für in Italien lebende Menschen mit peruanischer Staatsbürgerschaft durchgeführt wurden. “Was Papst Leo XIV. getan hat, bekräftigt seine Zuneigung zu dem Land und ist auch ein Akt der Verantwortung. Es ist eine Botschaft an alle Peruaner, unsere Personalausweise auf dem neuesten Stand zu halten”, erklärte die Leiterin der verantwortlichen Behörde. “Ich danke dem Heiligen Vater, dass er sich die Zeit genommen hat, sein Dokument zu aktualisieren.” Die Kampagne “Identifizierung ohne Grenzen” wird zusammen mit dem peruanischen Außenministerium durchführt, um die Identifizierungsdienste für Peruaner im Ausland – unabhängig von ihrem Einwanderungsstatus – zu verbessern. Bisher sind peruanische Kampagnen-Mitarbeiter nach Chile, Argentinien, in die Vereinigten Staaten, nach Spanien und Italien sowie in den Vatikan gereist.

Radiobeitrag über Friedrich Kaiser

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Am Sonntag, 25. Mai, sendete Radio Horeb um 14.00 Uhr unter dem Titel „Der Apostel der Anden“ einen Beitrag über Bischof Friedrich Kaiser. Darin gab Pfarrer Markus Trautmann in einem Interview Auskunft über das Leben und die Spiritualität des künftigen Seligen und sein pastorales Wirken in Peru. – Radio Horeb ist ein bundesweiter christlicher Radiosender katholischer Prägung, der seit 28 Jahren sein Programm ausstrahlt. Radio Horeb gehört zur Weltfamilie von Radio Maria und finanziert sich ausschließlich aus den Spenden seiner Zuhörer.
Zum Beitrag >>>

ZDF würdigt peruanische Schwestern

ZDF Papst

Rechtzeitig zur Amtseinführung von Papst Leo XIV. hat das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) unter dem Titel „Leo XIV.: Missionar, Bischof, Papst“ ein Porträt des neuen Pontifex Maximus erstellt. Diese Reportage >>> im Umfang von 26 Minuten wird für einige Monate in der ZDF-Mediathek stehen. Besonders erfreulich: Zwischen den Sendeminuten 10:50 und 11:15 werden explizit die „Schwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland“ gewürdigt. Weitere Fotos der peruanischen „Misioneras“ sind bereits zwischen den Sendeminuten 7:55 bis 8:03 zu sehen. Der „Förderverein Caraveli e.V.“ freut sich, Informationen und Bildmaterial zur Verfügung stellen zu können.

Farbige Armbänder aus Peru

ArmbaenderEin schönes Zeichen der Verbundenheit mit den „Misioneras de Jesus Verbo y Victima“ setzten die Dülmener Eheleute Thomas und Andrea Brambrink anlässlich ihrer Silbernen Hochzeit. Am Ende des Dankgottesdienstes am 17. Mai 2025 in der Dülmener Viktorkirche erhielten alle Anwesenden besondere Armbänder überreicht. Dadurch wolle man „auch an diejenigen denken, denen es nicht so gut geht“, erläuterte Tochter Mirja. „Aus diesem Anlass haben Mama und Papa bei den Seelsorgeschwestern aus Caraveli in Peru, der Ordensgründung von Bischof Kaiser, für jeden Gast ein Armband anfertigen lassen.“ Das Besondere: „In die Bänder haben die Schwestern Silberfäden eingewebt – als kleine Erinnerung an die Silberhochzeit sowie als Zeichen der Verbundenheit, die uns an diesem besonderen Tag miteinander verbindet.“ In seiner Ansprache zur Silberhochzeit >>> der Eheleute Brambrink ging Pfarrer Markus Trautmann auf den geistlichen „Leitfaden“ im Leben der Getauften ein. Die Kollekte im Dankgottesdienst kommt der Arbeit der „Misioneras“ zugute. „Es ist schön, wenn Menschen so einen besonderen Tag nicht nur als Privatveranstaltung sehen“, findet Trautmann, „sondern ihre Freude teilen – bis nach Peru“.

Jetzt auf Facebook und Instagram: Förderverein Caraveli/Peru

FacebookUnser Förderverein ist ab sofort auch auf Facebook und Instagram unter "Förderverein Caraveli/Peru" zu finden! Dort werden wir regelmäßig über die Arbeit der Seelsorgeschwestern informieren, die in entlegenen und schwer zugänglichen Regionen der Prälatur Caraveli in Peru und darüber hinaus tätig sind – Gegenden, die oft als pastorales Niemandsland und soziales Notstandsgebiet gelten.

Die Schwestern leisten dort unermüdlich seelsorgliche, soziale und medizinische Hilfe für Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Ziel unseres Fördervereins ist es, dieses wertvolle Wirken sichtbarer zu machen und tatkräftig zu unterstützen.

Auch Beiträge über Bischof Friedrich Kaiser werden Sie auf den Seiten finden finden.

Schauen Sie vorbei, informieren Sie sich – und folgen Sie uns!

Habemus Papam!

Schwester Inmaculata berichtet 24 Stunden nach dem „Habemus Papam“ aus Rom: „Wir haben das Konklave aufmerksam verfolgt. Gestern, am 8. Mai, waren wir schon vor 10.00 Uhr auf dem Petersplatz und haben fast bis Mittag gewartet, bis der schwarze Rauch aufstieg. Hoffnungsvoll warteten wir bis 17.30 Uhr und nichts – kurz nach 18.00 Uhr begann der weiße Rauch aufzusteigen. Was für eine Aufregung! Wir mussten mehr als eine Stunde warten, bis der Proto-Diakon herauskam, um seinen Namen zu verkünden. Die Menge rief Viva il Papa! Als der Name verkündet wurde, waren wir nicht sicher, ob wir richtig gehört hatten, aber als wir sicher waren, dass es Kardinal Robert Prevost aus Chicago in den USA war, waren wir überglücklich, denn unsere Schwester hatten mit ihm in Kañaris-Chiclayo Peru gearbeitet. Er besuchte die Dörfer zur Firmung. Er betete mit ihnen in der Kapelle, kümmerte sich um ihre Seelsorge und um ihre Gesundheit. Ich füge einige Fotos von den Missionen in Kañaris bei.“ 

Was für ein Mensch ist Papst Leo? „Er ist ein einfacher Mensch, zentriert, friedlich, besonnen, gemäßigt, mutig gegenüber der Wahrheit und bescheiden. Wahrlich, der Heilige Geist hat die Kardinälen gut geführt. Er wird viele unserer Gebete brauchen, um der Welt FRIEDEN zu bringen. Er ist gebürtiger Amerikaner und auf Wunsch Peruaner. Im Jahr 2015 erhielt er die peruanische Staatsbürgerschaft. Wir freuen uns sehr und werden für ihn viel beten. Er half uns auch im Prozess der Heiligsprechung unseres Gründers, indem er einen Brief an das Dikasterium für die Heiligsprechungen schickte, damit die Theologen sein Leben, seine Werke und seinen Ruf der Heiligkeit lesen konnten. Nun bleiben wir in Einheit in der katholischen Kirche und im Gebet verbunden, mit vielen Grüßen!“

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„Neue Heilige“: 

Spannende Internetplattformen

 

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Das Seligsprechungsverfahren für Bischof Friedrich Kaiser ist eines von vielen, die momentan weltweit für zahllose Glaubenszeugen verschiedenster Epochen durchgeführt werden. Die „Gemeinschaft der Heiligen“, zu der ja jeder Christ berufen ist, bekommt so einen eindrucksvollen und vielfältigen Ausdruck.Das vatikanische Dikasterium für Selig- und Heiligsprechungen informiert aufeiner eigenen Website >>> über aktuelle Verfahren.



HC

Auch die Internetplattform „New Saints“ >>> dokumentiert akribisch den jeweils momentanen Verlaufsstand der Kanonisierungsverfahren sowie frühere Verfahren.
Hingewiesen sei auf die Suchmaschine dieser Website sowie die vorhandene Übersetzungsfunktion.
Viel Freude beim Stöbern!