Gruß zur diesjährigen Fastenzeit

Im vergangenen Jahr …

 

CaraveliFastenzeit2023 1

sind die „Hiltruper Monatshefte“ zum letzten Mal erschienen, die seit dem 19. Jahrhundert eine wichtige Verbindung zwischen den Gläubigen in Deutschland und den weit entfernt gelegenen Einsatzgebieten der Hiltruper Missionare und Schwestern bildeten. In der Juli-Ausgabe 1960 schilderte ein deutscher Pater eine spirituelle Auffälligkeit, ja Einseitigkeit, die er in Peru wahrgenommen hat:

„Es ist sehr aufschlussreich zu sehen, was der peruanische Mensch, in Form einer Auslese,vom reichen Glaubensgut der Kirche an erster Stelle annahm und seiner Erlebniswelt auf innigste verband: Es war die Andacht zum Leiden Christi. Der leidgewohnte Mensch findet im leidenden Christus seinen Bruder und Erlöser. … Das Osterfest ist ihm fremd. Es gibt keine Osterbräuche, kein Osterlied. Der Peruaner ist unter dem Kreuz stehen geblieben.“

Ob diese Beobachtung treffend war bzw. ob sie heute, nach mehr als 60 Jahren, noch gilt, entzieht sich meiner Kenntnis. Interessant ist aber der Gedanke, dass je nach Region oder Epoche die Menschen ihren „spirituellen Focus“ oder die Perspektive ihres Glaubensausdrucks unterschiedlich ausrichten, mitunter auch verzerren: Das ist dann gar nicht die bewusste Entscheidung des einzelnen Christen, sondern eher eine bestehende und unbewusste Vorgabe – nicht zuletzt durch die Gesellschaft und ihre dominierende Mentalität,von de rjeder von uns umfangen ist.

Die Fastenzeit will uns einladen, dem Leiden Jesu neu zu begegnen. Unser Problem heute bzw. in der westlichen Welt ist wohl nicht so sehr, dass wir „unter dem Kreuz stehen bleiben“. Eher tendieren wir hierzulande dazu, vom Kreuz wegzulaufen. Auch wenn wir medial mit so vielem fremden Leid konfrontiert werden und sicher auch unser eigenes Päckchen zu tragen haben: Allzuoft flüchten wir in die oberflächliche Ablenkung und die seichte Zerstreuung.

Unsere vielen Spender und Freunde, die nach wie vor großherzig die Seelsorgeschwestern von Caravelí finanziell und ideell unterstützen, machen deutlich, dass sie sich von der Last und dem Kreuz anderer Menschen anrühren lassen. Sie gleichen ein wenig dem biblischen Simon von Cyrene, der auf dem Kreuzweg Jesu spontan mitanpackte, obwohl er im Augenblick wohl gar nicht wissen konnte, wem er da zur Hilfe eilte.


Uns allen ein gutes Zugehen auf Ostern!
Markus Trautmann

 

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Bischof Kaiser als Botschafter des Himmels im Rahmen der Brictius-Woche

Info vom 8. November 2022

BFK Vortrag EggerodeUnter dem Motto "Glaube Hoffnungsbotschaft" hat die Kirchengemeinde St. Brictius, Schöppingen, Anfang November wieder zur "Brictius-Woche" eingeladen.

"Trotz aller Dunkelheit, die uns bedrängt, dürfen wir Hoffnung haben, weil Gott die Welt nicht 'abschreibt'. Er ist ihr Ursprung und ihr Ziel.*, heißt es in der Ankündigung der diesjährigen Brictiuswoche. Mit einem reichhaltigen Programm möchte die Gemeinde eine mögliche Antwort zur Frage bieten, wo der Glaube als Hoffnungsbotschaft erscheint und das Leben der Menschen prägt.

Am Montag, 7. November, stellte Pfarrer Markus Trautmann eine Reihe von Glaubenszeugen aus dem Münsterland vor. Die Botschafter des Himmels sind Mutmacher, sich auch in diesen unruhigen Zeiten nicht beirren zu lassen. Jeder der vorgestellten Glaubenszeugen, wie z. B. Gottfried von Cappenberg, Annette von Droste-Hülshoff, Niels Stensen und Heinrich Brabender, haben mit ihren Möglichkeiten neue Wege gefunden, ihren Glauben zu zeigen und zum Ausdruck zu bringen. Auch Bischof Friedrich Kaiser gehörte zur Reihe der vorgestellten Mutmacher. Die von ihm gegründete Gemeinschaft der »Missionsschwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland« wirkt in den entferntesten und entlegensten Gebieten Perus, die praktisch als pastorales Niemandsland und soziales Notstandsgebiet gelten.

Besuch aus Indien

Info vom 29. Oktober 2022
 

Besuch aus IndienP. Darwin Thatheus MSC, Provinzial der indischen Provinz der Herz-Jesu-Missionare, besuchte im Rahmen einer Europa-Reise am 29. Oktober 2022 auch Dülmen, wo seit 2017 P. Charly Mitta MSC wirkt. Zusammen mit Pfarrer Markus Trautmann schossen sie ein Erinnerungsfoto unter einer Gedenktafel, die an den Besuch ihres Ordensmitbruders Friedrich Kaiser in der Dülmener Josephskirche im Jahre 1967 erinnert.

Sr. Inmaculata und Sr. Benilde verabschieden sich

in der ViktorkircheMehr als einen Monat waren sie in Deutschland und Österreich unterwegs, um über den pastoralen Einsatz der „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ zu berichten und Spenden für die vielen Missionsstationen des Ordens in Lateinamerika zu sammeln. Mit einem Brief >>> sagen sie „Danke“ und bekunden uns ihre bleibende Verbundenheit.

Peruanische Schwestern besuchen Elli Frieling

Elli FrielingZum Abschluss ihres Dülmen-Besuchs (2.-5.10.22) haben Schwester Inmaculata und Schwester Benilde aus der von Friedrich Kaiser gegründeten Gemeinschaft der „Missionarinnen vom sühnenden und lehrenden Jesus“ auch Elisabeth Frieling besucht. Die hochbetagte Seniorin ist die ältere von zwei  heute noch lebenden Nichten von Bischof Friedrich Kaiser; sie ist die Tochter von Kaisers älterer Schwester Maria (1898-1962). Elli Frieling war über den Überraschungsbesuch am 5. Oktober sichtlich erfreut und schilderte engagiert ihre Erinnerung an „Onkel Fritz“. So kann sie sich noch gut an den großen Tag der Primiz ihres Onkels im Sommer 1932 erinnern, an der sie als Vierjährige teilnahm: „Mit diesem Tag verbinde ich bis heute die frühesten Bilder und Eindrücke meines Lebens“, berichtet sie.  

"Coesfelder Kreuz" in Südamerika

Coesfelder KreuzeZeitlebens blieb der aus Dülmen stammende Gründer der Seelsorgeschwestern von Caraveli, Bischof Friedrich Kaiser (1903-1993), seiner münsterländischen Heimat verbunden: Hier ist er aufgewachsen und auch von klein auf religiös geprägt worden. Denn auch eine Landschaft bzw. eine Kulturlandschaft kann die spirituelle Mentalität eines Menschen beeinflussen. Hier im Münsterland werden seit jeher ganz besondere Kreuzesdarstellungen verehrt - nämlich sogenannte Gabelkreuze. Aber keines von diesen Kreuzen erfasst das Leiden und Sterben Jesu in so einmalig drastischer Weise wie das "Coesfelder Kreuz" in St. Lamberti in Coesfeld. Die selige Anna Katharina Emmerick, an deren Grab der junge Friedrich Kaiser oft gebetet und innerlich gerungen hat, wurde gerade durch dieses eindringliche Passionsbild inspiriert. Nachbildungen des "Coesfelder Kreuzes" befinden sich seit vielen Generationen in zahllosen Haushalten oder kirchlichen Einrichtungen im Münsterland, aber auch im ganzen Bistum Münster.

Bischof KaiserEin Foto aus den 1960er Jahren zeigt Friedrich Kaiser vor einem solchen Kreuz in einer Wohnung bei einem Verwandtenbesuch in Dülmen. 
Seit etlichen Jahren gehen zahlreichen "Coesfelder Kreuze", in der Regel aus Haushaltsauflösungen, auf Reisen nach Südamerika. Dort werden sie in den Missionsstationen der "Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Jesus" in die jeweiligen Kapellenräume gehängt. Am 3. Oktober 2022 konnten die Eheleute Fuchs aus Dülmen-Hiddingsel insgesamt fünf dieser Kreuze an Schwester M. Inmaculata und Schwester M. Benilde übergeben. Sie waren ursprünglich im Rahmen einer Spendenaktion der Eheleute Lürwer aus Osterwick für katholische Gemeinden in Kasachstan bestimmt. So bedauerlich es ist, dass das "Coesfelder Kreuz" als religiöses "Markenzeichen" des Münsterlandes zunehmend aus dem Blick gerät: so schön ist der Gedanke, dass diese Kreuze im fernen Südamerika eine neue Wertschätzung und Verehrung erfahren.

Foto links: Joachim Fuchs

Peruanische Schwestern zu Besuch in Hiltrup

Zu Besuch in HiltrudAm Dienstag, 4. Oktober 2022, besuchten Schwester Inmaculata und Schwester Benilde von den „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ das Provinzialat der „Herz-Jesu-Missionare“ in Münster-Hiltrup. Dort stand vor allem der Antrittsbesuch beim neuen Ordensprovinzial, Pater Dieter Afhüppe, auf dem Programm. „Wir sind froh, dass bislang die Hiltruper Missionare unsere Archiv-Recherche für die Seligsprechung von Bischof Kaiser immer wohlwollend und hilfreich unterstützt haben“, betont Schwester Inmaculata. „Pater Afhüppe hat uns mit derselben Zuvorkommenheit willkommen geheißen, wie bislang sein Vorgänger Pater Kleer“, ergänzt Schwester Benilde. Gemeinsam mit dem Provinzial besuchten die Schwestern im Anschluss an die Unterredung den Kloster Friedhof, wo sie am Grab von Pater Reinhold Frieling (1926-2016) verweilten, einem aus Dülmen stammenden Neffen von Bischof Kaiser.

Weitere Fotos >>>

Peruanische Schwestern wieder beim Bürgerfest

IMG 7758Endlich kann der Dülmener Peru-Kreis wieder Gäste zum jährlichen „Bürgerfest“ begrüßen: Vom 2. bis 5. Oktober werden Schwester M. Inmaculata und Schwester M. Benilde im Rahmen ihrer diesjährigen Bittreise durch Deutschland auch in Dülmen einen Halt einlegen. Dort werden sie sich am „Tag der deutschen Einheit“ am  zur Begegnung und zum Gespräch bereithalten. Ferner werden sie kleinere peruanische Artikel wie Schals, Mützen, Lesezeichen oder Weihnachtskrippen zum Verkauf anbieten. Der Peru-Stand ist in diesem Jahr, anders als in den Jahren vor Corona, unter dem Glasdach auf dem „Markt der Möglichkeiten“, zusammen mit anderen kirchlichen und sozialen Initiativen.

 

Diplomarbeit mit einer Internetpräsentation

Bericht vom 22. Juni 2022

Diplomarbeit1Drei Jahre lang haben zwei Ordensfrauen aus der von Bischof Kaiser gegründeten Gemeinschaft der „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ an einer römischen Hochschule ein gemeinsames wissenschaftliches Projekt erstellt – nämlich die konzeptionelle und praktische Installation einer eigenen Webseite. „Unsere beiden Studentinnen haben in diesen drei Jahren viel gelernt“, berichtet Schwester Inmaculata. „Am Anfang war es sehr schwierig für sie, die neuen Techniken und Instrumente zu erlernen, aber sie waren sehr entschlossen und beständig in ihren Studien.“

Diplomarbeit2Am 21. Juni 2022 wurde die Diplomarbeit von Schwester Rocío und Schwester Johana in einer kleinen Feierstunde in Rom präsentiert, in der die beiden auch ihre Diplome entgegennahmen. Die Internet-Arbeit wurde auf Spanisch, Italienisch, Englisch und Deutsch erstellt und wird in ca. 14 Tagen veröffentlicht. „Es ist unsere Aufgabe die eines Kommunikators, die Wahrheit Gottes zu vermitteln“, meint Schwester Inmaculata. „Man muss einen Überblick über die Welt haben, nicht nur über die allgemeine Realität, sondern auch über die verschiedenen Mentalitäten, die uns umgeben.“

 

Erinnerung an Besuch in St. Joseph

FotoIMG 7774In der Kirche St. Joseph erinnert ein historisches Foto an einen Besuch Bischof Friedrich Kaisers in St. Joseph im Jahre 1967. Damals war der aus Dülmen stammende Missionsbischof zum letzten Mal in Europa. Am Montag, dem 17. April 1967, feierte er in St. Joseph in Dülmen eine Abendmesse. Pfarrer Peter Thewes konzelebrierte, Diakon Möller assistierte und verkündete das Evangelium. Der Gottesdienst wurde als Votivmesse zur Erweckung geistlicher Berufe gefeiert: ein wichtiges Anliegen Bischof Kaisers gerade in seinem Sprengel in den peruanischen Anden. Wegen des ungünstigen Termins war der Besuch dieser Messe nicht besonders gut, und doch erbrachte die Kollekte in dieser Messe (zusammen mit einigen Einzelspenden) rd. 800,- DM.

Eggerode Gespräche – Impulse zum Glauben

12. Mai 2022

EggerodeIn der Reihe "Eggerode Gespräche – Impulse zum Glauben" referierte Pfarrer Markus Trautmann am 12. Mai 2022 zum Thema: "Wege zum Himmel im Münsterland – Selige und Heilige der Region". In dem Vortrag stellte er einige Glaubenszeugen vor, die immer neue Wege gefunden haben, ihren Glauben zu zeigen und zum Ausdruck zu bringen. Unter anderem gab es Einblicke in die Glaubenszeugnisse von Ida von Herzfeld, Christoph Bernhard Verspoell, Josef Pieper, Anna Katharina Emmerick und Hilde Schürk-Frisch. Der Vortrag endete mit der Würdigung des Missionars Friedrich Kaiser und die von ihm gegründete Gemeinschaft der »Missionsschwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland«.

„Neue Heilige“: 

Spannende Internetplattform

 

HC
Das Seligsprechungsverfahren für Bischof Friedrich Kaiser ist eines von vielen, die momentan weltweit für zahllose Glaubenszeugen verschiedenster Epochen durchgeführt werden. Die „Gemeinschaft der Heiligen“, zu der ja jeder Christ berufen ist, bekommt so einen eindrucksvollen und vielfältigen Ausdruck.
Die Internetplattform 
„New Saints“ >>> dokumentiert akribisch den jeweils momentanen Verlaufsstand der Kanonisierungsverfahren.
Hingewiesen sei auf die Suchmaschine dieser Website sowie die vorhandene Übersetzungsfunktion.
Viel Freude beim Stöbern!