Ein Bilderbuch entsteht

Info vom 8. Juli 2016

Ein Bilderbuch entstehtEnde September 2016 ist es so weit: Dann erscheint ein neues „Bilderbuch für Jung und Alt“ über den Dülmener Friedrich Kaiser. Die farbenfrohen Bilder sind von der Grafikerin Bärbel Stangenberg angefertigt worden. Sie lässt uns mal über die Schulter schauen, damit man sieht, wie ein Bild entsteht. Das ausgewählte Beispiel zeigt Friedrich Kaiser als Schuljungen auf dem Weg zur Josefschule, die hinter dem Lüdinghauser Tor lag.

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Ausmalbild für Kinder

AusmalbildWie schon angekündigt, wird im Herbst ein „Bilderbuch für Jung und Alt“ über Friedrich Kaiser auf den Büchermarkt gebracht. Schon jetzt liegt das von der Grafikerin Bärbel Stangenberg gestaltete Titelbild als Ausmalbild für Kinder vor: Es zeigt im Vordergrund den aus Dülmen stammenden Missionsbischof, im Hintergrund einen Indiojungen mit einem Lama.

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Auf den Spuren von Friedrich Kaiser

Info vom 31. Mai 2016

Besonderer Stadtrundgang stößt auf großes Interesse

Spiritueller StadtgangMehr als 30 Interessierte wandelten jetzt auf den Spuren von Friedrich Kaiser. Rund 90 Minuten dauerte der „Spirituelle Stadtgang“ mit Pfarrer Markus Trautmann, zu dem die Familienbildungsstätte eingeladen hatte. 

Am Rathaus wurde beispielsweise die heute noch erhaltene Geburtsurkunde Friedrich Kaisers vorgestellt, unterzeichnet am 27. Mai 1903 vom damaligen Standesbeamten Heiming. Der Beruf des Vaters wird darin als „Tischlergehülfe“ angegeben. Eine weitere wichtige Station im Leben von Friedrich Kaiser war die St.-Viktor-Kirche, wo er getauft und gefirmt wurde. Trautmann stellte auch einen Zeitungsbericht über eine feierliche Liturgie mit Friedrich Kaiser in St. Viktor im Jahr 1961 vor: „So war der feierliche Gottesdienst für Dülmen ein seit dem tausendjährigen Bestehen der Gemeinde noch nicht erlebtes festliches Ereignis, das fast anderthalbtausend Gläubige jeden Alters und Standes in die Viktorkirche zog.“ Am Sterbehaus der Emmerick erfuhren die Exkursionsteilnehmer von der innigen Verehrung der 2004 Seliggesprochenen durch Friedrich Kaiser. Eine weitere Station war etwa auch das Elternhaus von Friedrich Kaiser. 

Zum Abschluss des Rundgangs wurden Spenden gesammelt für die von Bischof Kaiser gegründete Schwesterngemeinschaft von Caravelí.

eine Bilder-/Textreihe zum Rundgang finden Sie hier >>>

Ein Bilderbuch für den Bischof

Info vom 26. Mai 2016

SkizzeDie Grafikerin Bärbel Stangenberg aus dem niederrheinischen Wachtendonk arbeitet aktuell an einem Bilderbuch über Friedrich Kaiser. Dieser, 1903 in Dülmen geboren und 1993 in Lima gestorben, wanderte 1939 nach Peru aus und wirkte ab 1958 als Seelsorger bei den Indios in den Hochanden. Bärbel Stangenberg ist in Dülmen keine Unbekannte, schuf sie doch vor zwei Jahren das Werk „Anna Katharina Emmerick. Ein Bilderbuch für Jung und Alt“. 

Auch das neue Buch wird einen Umfang von 40 Seiten und ein Format von zwölf mal zwölf Zentimeter haben. Es soll einen Leserkreis in ganz Deutschland erreichen, um Friedrich Kaiser im Zugehen auf dessen Seligsprechung bekannter zu machen. 

„Eine besondere Herausforderung ist die Recherche von historischen Details, um dann die Bildmotive authentisch und spannend zu gestalten“, erläutert die Zeichnerin. Wie waren Kinder vor dem Ersten Weltkrieg gekleidet? Welche Szene fasst gut den Alltag in einem Indio-Dorf zusammen? Durch die farbenfrohen Grafiken soll die von Markus Trautmann erzählte Lebensgeschichte Friedrich Kaisers anschaulich werden. 

Friedrich Kaiser selbst hatte ein relativ markantes Aussehen: Hohe Stirn, schmaler Mund, ernster Blick, Brille - das sind einige seiner typischen Merkmale. „In der Regel arbeite ich im Format A4, die Bilder werden dann für die Drucklegung stark verkleinert“, erläutert Bärbel Stangeberg. 

Layout und Entwicklung begleitender Themenkästen wird, wie schon beim Emmerick-Büchlein, wieder die Dülmenerin Christiane Daldrup vornehmen. Das Werk soll zum 3. Oktober vorliegen. Denn dann besuchen peruanische Schwestern der von Friedrich Kaiser 1961 gegründeten Ordensgemeinschaft Dülmen und stellen ihre Arbeit an einem Stand auf dem Bürgerfest vor.

Bilderreise in die Welt der Anden

Besuch aus PeruEs war wie ein Ausflug in eine fremde Welt: Mit zahlreichen Bildern entführte Dr. Ricardo Garcia am Mittwochabend, 18. Mai 2016, in der Familienbildungsstätte Dülmen die Zuhörer in die Lebenswirklichkeit der peruanischen Anden. Hier wirkt er als Bischof in Yauyos Canete, einem seelsorglichen Sprengel, der sich von der Pazifikküste bis hinauf ins Hochgebirge der Anden zieht. Besonders eindrucksvoll waren die Schilderungen von den Zerstörungen und den Wiederaufbaumaßnahmen nach dem schweren Erdbeben von 2007.

Auch die von dem Dülmener Friedrich Kaiser 1961 ins Leben gerufene Schwesterngemeinschaft vom lehrenden und sühnenden Heiland wirkt in seinen Pfarreien. „Die Schwestern sind in vielen Ländern Lateinamerikas verbreitet“, berichtete Garcia. „Und wo sie hinkommen, verbreitet sich die Verehrung von Friedrich Kaiser.“ 

Er selbst habe jüngst, im Zugehen auf Kaisers Seligsprechung, eine offizielle Stellungnahme abgegeben. „Ich habe die guten Früchte gewürdigt, die von der pastoralen Arbeit der Schwestern ausgeht“, so der Bischof. Und er fügte augenzwinkernd hinzu: „Die Schwestern verbinden deutsche Ordnung und peruanische Warmherzigkeit.“ Das sei ein Teil ihres Charismas, für das die Menschen sie schätzen.

Foto: Bischof Dr. Ricardo Garcia (M.) wurde in Dülmen von Pfarrer Markus Trautmann (r.) und Pater Binish begrüßt.

Offizielle Bekanntgabe zum Seligsprechungsverfahren

Information vom 26. März 2015 

Am 26. März 2015 hat der Erzbischof der Erzdiözese Lima, Kardinal Juan Luis Cipriani Thorne, die Gläubigen offiziell darüber informiert, dass für Friedrich Kaiser ein Seligsprechungsverfahren geführt wird. Die Gläubigen (im In- und Ausland) werden gebeten, Belege und Hinweise beizusteuern, die für (oder gegen!) den vorbildlichen Lebenswandel des „Dieners Gottes“ Friedrich Kaiser sprechen. – Der 26. März ist ein bedeutsames Datum: Am 26. März 809 verstarb der hl. Liudger, Gründerbischof des Bistums Münster. Am 26. März 1939 trat Friedrich Kaiser die Schiffsreise nach Peru an.

Informationsschreiben von Kardinal Juan Luis Ciproani Thorne >>>

Der Kaiser verlässt das Reich – oder: Ein Dülmener reist nach Peru

Artikel aus dem Viktorboten (Informationsblatt der Kirchengemeinde St. Viktor in Dülmen, Ausgabe 1, Dezember 2013

IMG 2358Es ist wohl die prominenteste Zufahrtsstraße in Dülmen: Die Rede ist von der Bischof-Kaiser-Straße, denn sie führt zum Dülmener Waldfriedhof. Seit 1975 erinnert der Straßenname an den berühmten Sohn der Stadt, Friedrich Kaiser (1903–1993), der als Missionsbischof in Südamerika wirkte. 

Es war von Kindheit an sein Traum, Missionar zu werden. Und so besuchte er ab 1919 das Gymnasium der Herz-Jesu-Missionare in Münster Hiltrup, um hier das Abitur zu machen. Nach dem Eintritt in den Orden folgte die Zeit des Noviziats und des Studiums. 

1932 wurde Kaiser im Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Doch noch musste die Erfüllung seines Traums, die Ausreise nach Übersee, warten. Erst als die Konflikte zwischen den Hiltruper Missionaren und den Nazis zunahmen, schickte der Orden vermehrt seine Patres außer Landes. 

Vor nunmehr 75 Jahren, am 26. März 1939, dem Hochfest des hl. Liudger, konnte Friedrich Kaiser die Überfahrt über den Atlantik, durch den Panamakanal und entlang der Pazifikküste Südamerikas nach Peru antreten. 

Zunächst wirkte er in Lima, später bei den Indios in der Prälatur von Caravelí in den Anden. 

Während eines Heimaturlaubs wurde Friedrich Kaiser 1963 durch Bischof Josef Höffner in der Dülmener Viktorkirche zum Bischof geweiht. 

Bis heute werden von Dülmen aus Kontakte zu der von Kaiser 1961 ins Leben gerufenen Gemeinschaft von Seelsorgeschwestern gepflegt. 

Seit 2010 läuft in Peru das Seligsprechungsverfahren für Friedrich Kaiser.

Vor 80 Jahren: Priesterweihe und Primiz von Friedrich Kaiser

Bericht aus den Streifichtern vom 15. August 2012  

Friedrich Kaiser am PrimiztagSeligsprechungsverfahren für aus Dülmen gebürtigen Missionar gestartet

Heute vor 80 Jahren, am 15. August 1932, feierte der aus Dülmen stammende Missionar Friedrich Kaiser seine erste heilige Messe (lateinisch „prima missa“ / Primiz) in St. Viktor. Die „Heimatprimiz“ eines Neupriesters ist traditionell ein großes Ereignis für die Gläubigen, wie auch die Dülmener Zeitung in ihrem Bericht betonte: „Die Pfarrgemeinde Dülmen hat durch die überaus große und rege Teilnahme sich selbst geehrt. Herrlich war die ganze Feier. Vom Turm der Kirche wehten die Fahnen. Die Nachbarhäuser der Wohnung des Neupriesters hatten festlichen Schmuck angelegt. Das Straßenbild bekam ein gar prächtiges Aussehen durch die Anbringung schöner Triumph- und Ehrenbogen aus Tannengrün. Auch die Anwohner der Münsterstraße, des Bült und Kirchplatzes, durch welche der Pater morgens von der Dechanei aus zur Kirche geleitet und nach dem Festhochamt zurückgebracht wurde, hatten ihre Häuser beflaggt. Eine große Zahl Gläubiger bildete in den Straßen Spalier.“

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Markus Trautmann veröffentlicht Buch über Bischof Kaiser

Bericht vom 7. Dezember 2011 der Streiflichter Dülmen

Seligsprechungsprozess des Dülmener Bischofs 2010 eröffnet

BuchvorstellungErst sollte das Werk nur für den eigenen Gebrauch gedruckt werden, nun hat Pfarrdechant Markus Trautmann sein Buch über den Dülmener Bischof Friedrich Kaiser in einer Auflage von 600 Exemplaren veröffentlicht.

„Der Kontakt kam im Spätsommer zustande. Durch den Verlag gibt es überregionale Möglichkeiten, das Buch zu vermarkten und es über den Buchhandel zu beziehen“, erklärt Christiane Kleine vom Laumann Verlag, bei dem das Buch erscheint. 

Der erste Kontakt mit dem Geistlichen, der aus Dülmen stammt und 1939 nach Peru auswanderte, stellte 2008 das Straßenschild „Bischof-Kaiser-Straße“ in Dülmen dar.

„Ich fuhr mit dem Rad von Lüdinghausen nach Dülmen, um meinen zukünftigen Arbeitsplatz zu besuchen. Da bemerkte ich das Straßenschild und forschte nach, wer die Person war“, erinnert sich Markus Trautmann. Nach einem Besuch von peruanischen Schwestern, deren Orden Kaiser in Peru gegründet hatte, intensivierte sich die Forschung über das Leben des Bischofs. „Es ist auch für die Dülmener Christen interessant. Es wäre schön, wenn wir neben Anna Katharina Emmerick bald einen zweiten seliggesprochenen Geistlichen aus Dülmen hätten“, berichtet Trautmann über Friedrich Kaiser, dessen Seligsprechungsprozess 2010 in Lima eröffnet wurde.

Vor dem eigentlichen Buch erschien ein Flyer über Bischof Friedrich Kaiser, den Markus Trautmann im letzten Jahr herausbrachte. Der 14-seitige Flyer zeigt chronologisch Informationen zu dem Leben und dem Wirken des Bischofs auf. Geboren 1903 in Dülmen, zog er 1919 nach Hiltrup. Im Jahr 1932 wurde Friedrich Kaiser zum Diakon und anschließend zum Priester geweiht. Seine Ausreise nach Südamerika tritt der Geistliche 1939 an, 1945 erlangt er die peruanische Staatsbürgerschaft.

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Seligsprechungsprozess 2010 eröffnet

Bericht vom 3. November 2011

Der "Missionsbischof" Friedrich Kaiser aus Dülmen

Am Tag der BischofsweiheDer heutige Mensch hört lieber auf Zeugen als auf Gelehrte, und wenn er auf Gelehrte hört, dann deshalb, weil sie Zeugen sind." So schrieb Papst Paul VI. im Jahr 1975. Die "Zeugen" können "zeigen", dass die Botschaft des Evangeliums eine Relevanz für das Leben hat. Sie "biographisieren" quasi den Glauben, der sonst womöglich nur Theorie und unkonkret bliebe. Sie geben dem Glauben ein Gesicht.

1975, als Paul VI. die oben zitierten Worte formulierte, wurde in Dülmen eine Straße nach einem damals allseits bekannten Sohn der Stadt benannt: nach Friedrich Kaiser, Missionsbischof der Hiltruper Missionare im fernen Peru. Ungewöhnlich, eine Straße nach einem Lebenden zu benennen. 1993 starb Friedrich Kaiser 90-jährig.

Doch schon bald könnte er neu ins Bewusstsein nicht nur der Dülmener Katholiken gelangen, wurde doch im vergangenen Jahr der Seligsprechungsprozess auf Bistumsebene in der Erzdiözese Lima eröffnet. Missionar? Seligsprechung? Mancher fühlt sich allein durch die Begriffe irritiert.

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Ruf aus den Anden

Hier also war ich bei den Verlassensten. Ihr Ruf um Hilfe verhallte nicht. Vielmehr wurde er jetzt immer häufiger, wurde eindringlicher denn je.