Markus Trautmann veröffentlicht Buch über Bischof Kaiser

Bericht vom 7. Dezember 2011 der Streiflichter Dülmen

Seligsprechungsprozess des Dülmener Bischofs 2010 eröffnet

BuchvorstellungErst sollte das Werk nur für den eigenen Gebrauch gedruckt werden, nun hat Pfarrdechant Markus Trautmann sein Buch über den Dülmener Bischof Friedrich Kaiser in einer Auflage von 600 Exemplaren veröffentlicht.

„Der Kontakt kam im Spätsommer zustande. Durch den Verlag gibt es überregionale Möglichkeiten, das Buch zu vermarkten und es über den Buchhandel zu beziehen“, erklärt Christiane Kleine vom Laumann Verlag, bei dem das Buch erscheint. 

Der erste Kontakt mit dem Geistlichen, der aus Dülmen stammt und 1939 nach Peru auswanderte, stellte 2008 das Straßenschild „Bischof-Kaiser-Straße“ in Dülmen dar.

„Ich fuhr mit dem Rad von Lüdinghausen nach Dülmen, um meinen zukünftigen Arbeitsplatz zu besuchen. Da bemerkte ich das Straßenschild und forschte nach, wer die Person war“, erinnert sich Markus Trautmann. Nach einem Besuch von peruanischen Schwestern, deren Orden Kaiser in Peru gegründet hatte, intensivierte sich die Forschung über das Leben des Bischofs. „Es ist auch für die Dülmener Christen interessant. Es wäre schön, wenn wir neben Anna Katharina Emmerick bald einen zweiten seliggesprochenen Geistlichen aus Dülmen hätten“, berichtet Trautmann über Friedrich Kaiser, dessen Seligsprechungsprozess 2010 in Lima eröffnet wurde.

Vor dem eigentlichen Buch erschien ein Flyer über Bischof Friedrich Kaiser, den Markus Trautmann im letzten Jahr herausbrachte. Der 14-seitige Flyer zeigt chronologisch Informationen zu dem Leben und dem Wirken des Bischofs auf. Geboren 1903 in Dülmen, zog er 1919 nach Hiltrup. Im Jahr 1932 wurde Friedrich Kaiser zum Diakon und anschließend zum Priester geweiht. Seine Ausreise nach Südamerika tritt der Geistliche 1939 an, 1945 erlangt er die peruanische Staatsbürgerschaft.

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Seligsprechungsprozess 2010 eröffnet

Bericht vom 3. November 2011

Der "Missionsbischof" Friedrich Kaiser aus Dülmen

Am Tag der BischofsweiheDer heutige Mensch hört lieber auf Zeugen als auf Gelehrte, und wenn er auf Gelehrte hört, dann deshalb, weil sie Zeugen sind." So schrieb Papst Paul VI. im Jahr 1975. Die "Zeugen" können "zeigen", dass die Botschaft des Evangeliums eine Relevanz für das Leben hat. Sie "biographisieren" quasi den Glauben, der sonst womöglich nur Theorie und unkonkret bliebe. Sie geben dem Glauben ein Gesicht.

1975, als Paul VI. die oben zitierten Worte formulierte, wurde in Dülmen eine Straße nach einem damals allseits bekannten Sohn der Stadt benannt: nach Friedrich Kaiser, Missionsbischof der Hiltruper Missionare im fernen Peru. Ungewöhnlich, eine Straße nach einem Lebenden zu benennen. 1993 starb Friedrich Kaiser 90-jährig.

Doch schon bald könnte er neu ins Bewusstsein nicht nur der Dülmener Katholiken gelangen, wurde doch im vergangenen Jahr der Seligsprechungsprozess auf Bistumsebene in der Erzdiözese Lima eröffnet. Missionar? Seligsprechung? Mancher fühlt sich allein durch die Begriffe irritiert.

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Ruf aus den Anden

Ja, hier ist Hunger nach Gott. Darum der Ruf, der Schrei aus den Bergen – der Schrei nach einem Priester.

Informationen zu den Gedenktafeln