Peru-Kreis geht neue Wege

Bericht aus dem Viktorboten 11, Pfarrbrief der Katholischen Kirchengemeinde St. Viktor

Langjähriger Einsatz

PerukreisIm Peru-Kreis St. Joseph hat ein Generationenwechsel stattgefunden: Neue Gesichter, neue Ideen. Dabei entwickelt der Kreis engagierter Aktivistinnen eigentlich nur weiter, was in Jahrzehnten grundgelegt und mit viel Leidenschaft gelebt wurde – nämlich der Solidarität mit notleidenden Menschen auf einem fernen Kontinent einen konkreten Ausdruck zu geben. So manche Idee wurde im Laufe der Zeit umgesetzt, um Spenden zu sammeln und die Situation der Menschen in Peru in ein breiteres Bewusstsein zu bringen. Dabei bezog sich das Engagement auf das Gemeindegebiet von St. Joseph. Im Fokus stand, angeregt durch die Dülmener Schwester Klara Sietmann, die Unterstützung des Familienzentrums „Comedor“ in Tablada, einem Vorort von Lima. Insbesondere wurde die dortige Schulspeisung regelmäßig von Dülmen aus gefördert.

Erweiterung des Engagements

Die Dülmener  Gemeindefusion 2014 brachte es mit sich, dass eine andere Region bzw. Peru-Initiative in den Blick rückte, nämlich das Wirken der Schwesterngemeinschaft von Caraveli in den Anden. Diese, 1961 vom Dülmener Missionsbischof Friedrich Kaiser gegründet, wird seit Jahrzehnten von St. Viktor aus unterstützt, namentlich durch die dortige kfd-Gruppe. Zwei Peru-Projekte, die nebeneinander herlaufen? Hier Tablada, dort Caraveli? Der bisherige Peru-Kreis St. Joseph hat entschieden, künftig die Aktivitäten zugunsten beider Projekte zu bündeln. Der Ortsausschuss St. Joseph hat diese Überlegung umgehend gutgeheißen. Sowohl die Initiative „Milch und Brot“ für Tablada als auch die segensreiche Arbeit der Caraveli-Schwestern sollen demnächst wie folgt gefördert werden: Nach Tablada fließen dann die Einnahmen vom Osterkerzenverkauf, von den Kindern der AKE-Schule aus den Spendenkästchen sowie aus den Zuwendungen der Dauerspender. Nach Caraveli gehen die Spenden aus dem Literatur-Café, vom Basar, aus den Spendengläsern sowie vom internationalen Frauentreff. Wichtig bleibt, da sind sich alle im Peru-Kreis einig, auch in Zukunft, die Dülmener regelmäßig auf dem Laufenden zu halten, indem etwa aus der Korrespondenz mit den peruanischen Kontaktpartnern berichtet bzw. der Fortgang konkreter Projekte durch Bilder und Fakten dokumentiert wird. Und ganz wichtig: Auch engagierte Mitstreiter und Mitstreiterinnen werden noch gesucht und sind herzlich willkommen. 

Ruf aus den Anden

Ich bin zwar der Abstammung nach Deutscher, dem Herzen nach aber Peruaner. Mit ihnen möchte ich nicht nur leben, sondern auch bei ihnen sterben.