Papst besucht Peru
Bericht vom 21. Januar 2018
Am 19. Januar 2018 betrat ein hoher Gast peruanischen Boden: Papst Franziskus. Wenngleich der Heilige Vater seine Besuche als Pastoralreisen begreift, so scheut er doch nicht deutliche Worte zu politischen und gesellschaftlichen Themen. In Lima übte Franziskus gegenüber dem peruanischen Staatspräsidenten Kritik an der Umweltzerstörung sowie an der Korruption in Südamerika: "Wir müssen auch auf diese andere Verschmutzung der Umwelt achten, die nach und nach alle lebenswichtigen Strukturen vergiftet – die Korruption. Welchen Schaden richtet dieses gesellschaftliche Virus bei unseren Völkern Lateinamerikas an und bei den Demokratien dieses gesegneten Kontinents? Ein Phänomen, das alles ansteckt, und unsere Mutter Erde und die Armen sind oft die größten Leidtragenden."
Es ist die dritte Reise eines Papstes nach Peru. Zuletzt war Johannes Paul II. 1988 in Peru, davor 1985. Damals, als der Papst vom 1. bis 5. Februar 1985 insgesamt acht peruanische Städte besuchte, kam es bald nach seiner Ankunft in Lima auch zu einer Begegnung mit Bischof Friedrich Kaiser. Beim nächsten Mal, als Papst Johannes Paul II. im Mai 1988 nach Peru kam, war Friedrich Kaiser gerade erst an einem Schlaganfall erkrankt und gesundheitlich schwer angeschlagen.







Am Sonntag, 20. November, starb der aus Dülmen stammende Herz-Jesu-Missionar Reinhold Frieling. Pater Frieling wurde 1926 geboren und wuchs mit zwei Geschwistern auf. Nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs holte er in Lüdinghausen sein Abitur nach, absolvierte bei den Herz-Jesu-Missionaren das Noviziat und dann das Theologiestudium in Oeventrop im Sauerland. 1954 wurde Pater Reinhold Frieling vom damaligen Paderborner Weihbischof Franz Hengsbach zum Priester geweiht und ging anschließend fast 16 Jahre als Missionar nach Peru. An der Seite seines Onkels, Bischof Friedrich Kaiser, arbeitete er beim Aufbau der Prälatur von Caravelí in den Hochanden mit. 1971 kehrte er aus gesundheitlichen Gründen nach Deutschland zurück und war seit dieser Zeit als Krankenhausseelsorger im St. Elisabeth-Hospital Herten tätig. 2012 wechselte er nach Hiltrup, wo er im Kreis seiner Mitbrüder den Lebensabend verbachte. Nach kurzer schwerer Krankheit starb er hier friedlich am Christkönigssonntag. 




